Twilight-Fieber: Pimp my Vampire
Unsterblich und doch unzufrieden. Außer einem Glitzer-Body hat Edward Cullen nicht viel zu bieten. Wir haben dem Twilight-Vampir einen Trainingsplan aufgestellt.
Von Tim Wessling
Unsterblichkeit, einen weltbekannten Wuschelkopf, eine intakte Familie und eine ziemlich ansehnliche Freundin. Ach ja! Und glitzern kann er auch noch! Edward Cullen aus dem Kassenschlager "Twilight" kann sich eigentlich nicht beklagen. Und trotzdem muss sein Alter Ego Robert Pattinson mit krassen Minderwertigkeitskomplexen kämpfen. "Ich habe mich total geschämt, vor der Kamera mein T-Shirt auszuziehen!", knirscht er jedem Journalisten entgegen, der ihn auf seine Verehrerinnen anspricht. Das, was unter dem Stoff zum Vorschein kommt, will er lieber nicht vorzeigen. Wir finden: Da kann man doch was machen und haben dem wohl berühmtesten Vampir der Welt (nach Dracula natürlich - aber der hat nicht so viele Fans) einen Fitness-Plan aufgestellt.
Philipp Pukowski ist so ein Fitness-Guru und hat exklusiv für Max.de einen Plan für den Super-Vampir erstellt. Das Besondere daran: Edward muss sich noch nicht einmal im Fitnessstudio anmelden oder um den Block joggen. Das Ganze kann er problemlos im Wald erledigen - und da ist er sowieso ständig. Mit seiner eigenen Firma "Pure Movements" hat sich Philipp auf genau solche Workouts spezialisiert.
Mit nur 40 Minuten ist es alles ziemlich kurz. Denn Edward muss immer auf der Hut sein - hinterher kommen noch fiese Werwölfe oder Volturi vorbei und stören sein nächtliches Training. Wie das geht? "Mehrere Übungen in einer zusammenfassen! So werden mehrere Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht!", erklärt Philipp.
Nutze die freie Zeit!
Zeit zum Trainieren hat Edward genug: Wenn seine angetraute Bella seelig schlummert, schaut er meist nur gelangweilt zu. Er kriegt einfach kein Auge zu. Wir schlagen vor: Mach etwas sinnvolleres als Rumliegen, Edward! Geh in den Wald und versuche dich an unserem Super-Vampir-Workout.
Los geht's mit dem Warm-Up. Auch der eiskalte Körper eines Vampir-Schnuckels muss auf Temperatur gebracht werden. Dafür gibt es für ihn Kniebeugen und Yoga-Übungen. Genauer gesagt: Den "heraufschauenden Hund". Damit sollten Beine und Rumpf von Edward startklar werden. Für Arme und Schultern gibt es den "Halo" (gesprochen: "Häeloh"): Hände vor dem Gesicht verschränken und so nah wie möglich um den Kopf kreisen lassen. Aber Achtung Edward: Die Handflächen zeigen immer nach innen.
Zähne zusammenbeißen!
Nach den knapp zehn Minuten Warmmachen geht's ans Eingemachte: 20 Minuten Power Workout. Zuerst steht wieder die Kniebeuge auf dem Programm. "Aber nicht aus der Bewegung. Edward muss die Beine im rechten Winkel knapp 30 Sekunden halten". Wie Wand-Sitzen - nur ohne Wand: Gut für Oberschenkel und Waden. Im Wechsel mit dieser Übung schlägt Philipp den "Dive Bomber" vor. Füße parallel, die Hände schulterbreit auf den Boden und den Po in den Nachthimmel strecken. Jetzt insgesamt zehn Mal mit der Nase über den Waldboden streicheln und den Körper nach vorne drücken. "Tauchen", nennt das der Fitness-Profi.
Stufe Zwei: "Around the World" für die Körper-Mitte. Zuerst im Liegestütz, dann seitlich auf den Unterarmen und schließlich auf rücklings die Hüfte zu den Baumwipfeln strecken. Jeweils 30 Sekunden halten. Autsch. Für den Hintern jetzt noch seitliche Ausfallschritte. Schön tief in die Knie, Edward. Sehr schön!
Gegen die Hühnerbrust empfiehlt der Workout-Guru enge Klimmzüge. "Wichtig ist aber, dass er die volle Bewegung ausführt. Ganz aushängen und so hoch ziehen, wie es geht. Das gilt natürlich auch für alle anderen Übungen in diesem Training!", mahnt er. Im Wechsel damit rät Philipp zu "Dips". Rücklings mit den Armen nach oben drücken und langsam wieder absenken. Da fängt die Blutsauger-Brust schon mal an zu brennen. Glitzer-Edward macht das am besten an einem starken Ast - zur Not tut es aber auch ein Stuhl.
Endspurt!
Zum Schluss noch mal etwas richtig Fieses nachlegen: "Burpees" (gesprochen "Börpiehs") geben jedem noch so trainierten Körper den Rest. Gestreckt hochspringen, runter in den Liegestütz, die Nase in den modrigen Boden drücken und wieder aufstehen. Gestreckt hochspringen, runter in den Liegestütz. . . Los! Schneller! Ja, richtig! Genau so, wie es auch die Army-Soldaten in den ganzen Fernseh-Dokus machen! Wer nach vier Minuten noch steht, hat es geschafft.
Ernährung
Etwas Sorgen macht sich Philipp um Edwards Ernährung: "Nur Tierblut? Naja, das ist nicht gerade ausgewogen." Hin und wieder muss er also in eine Möhre beißen, auch wenn das für seinen empfindlichen Geschmackssinn ganz fürchterlich schmeckt. Der 29-Jährige schlägt das "Paleo Prinzip" vor - eine Art Steinzeit-Ernährungsplan: "Er darf alles essen, was irgendwo läuft, fliegt, schwimmt und wächst. Dazu trinkt er die natürlichste Flüssigkeit der Welt: Wasser!". Damit das Training richtig anschlägt, muss Edward aber auch viel ruhen. Nur so kann sich der Körper regenerieren und Muskeln aufbauen. Doof nur, dass er seit knapp 113 Jahren nicht mehr geschlafen hat. Aber, hey! Glitzern kann er immer noch!
Das Vampir-Workout zum nachmachen und aktuelle Bilder von Robert Pattinson sehen Sie in unserer Bildergalerie.
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