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dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH Adriano Celentano

 

Star-News: Die  Promi-Geburtstage  vom  06.  Januar  2012:  Adriano  Celentano

Rom (dpa) - Der Mann mit der Reibeisenstimme ist noch weit davon entfernt, leiser zu werden und zu entschleunigen. Noch immer klopft Adriano Celentano in Interviews Sprüche, wettert gegen die unfähigen Politiker, verkauft seine Alben millionenfach und zieht Zehntausende in die Stadien.

Seinen Riesenhit «Azzurro», den der auf den Tag genau ein Jahr ältere Paolo Conte komponierte und der 1968 erstmals die Diskotheken in aller Welt erbeben ließ, wählten die Musikfans zum beliebtesten Italo-Song überhaupt außerhalb Italiens. Gerade hat Celentano ein neues Live-Album und ein linkes Politmanifest herausgebracht.

Und das dürfte es noch längst nicht gewesen sein. Schwer zu fassen und doch wahr: Adriano Celentano, der zum Klamauk neigende Komödiant, der Italiener mit der unverwechselbaren Stimme wird am 6. Januar 75 Jahre alt. Nur das stark gelichtete Haupthaar des Sängers, Filmschauspielers und Produzenten legt davon Zeugnis ab.

Mit einem lässigen Gang, flapsiger Wortwahl und Talent auch zur Selbstdarstellung machte der Norditaliener Karriere, den seine Frau Claudia Mori gern einen «ziemlichen Dickschädel» nennt. Die Sängerin muss es wissen, bildet sie doch seit Jahrzehnten schon mit diesem «König der Ignoranten» (ein CD-Titel Celentanos) ein sehr hübsches Paar. Wenn der Sänger mit dem netten Lächeln und der rauen Stimme mal wieder eine TV-Show hat, dann schalten in Italien Millionen ein.

Seine Hits wie «Una festa sui prati» und «24 000 baci» sind unvergessen - weil man im Auto oder unter der Dusche doch so schön mitsingen kann, wenn Italiens damalige Antwort auf Elvis Presley im Radio angesagt ist. Dutzende Alben brachte er in mehr als 50 Jahren heraus.

Vor einem halben Jahrhundert holte sich Celentano diesen schmeichelhaften Vergleich mit dem King of Rock 'n' Roll, als er bei einem Musikfestival vorsang und erstmals so richtig einen Saal zum Beben brachte. Seitdem ist er nicht zu bremsen, kaum ein Jahr ohne neue Musik der altbewährten Stimme, im Herbst zuletzt «Dormi amore la situazione non è buona» über die Lage, die nicht so gut ist. Die Gattin und Gesangskollegin beteuerte unterdessen, weder mit einem Mythos noch mit einem Genie das Bett zu teilen, er bringe sie aber immer noch zum Lachen. Im Slapstick war Adriano Celentano immer gut.

Seriös begann 1959 seine Leinwandkarriere, mit einem kurzen Auftritt in Federico Fellinis «La dolce vita». Was folgte, war auf das Genre des Klamauks geeicht, manchmal mit politischem Unterton versehen und oftmals ein Kinoschlager, bei dem Filmkritiker aber die Augenbrauen hochzogen. Und die Titel stehen für sich: «Ein seltsamer Typ», «Der große Bluff», «Der gezähmte Widerspenstige» und vor allem «Gib dem Affen Zucker» mit Ornella Muti. Vielleicht noch dieser von 1984: «Der Größte bin ich». Denn Celentano nimmt sich selbst nicht so ernst, was sympathisch ist. Inzwischen filmt er allerdings kaum mehr.

In Mailand in ärmlichen Verhältnissen geboren, hatte er nach fünf Jahren die Schule geschmissen, als Scherenschleifer gejobbt und eine Uhrmacherlehre angefangen. Er schlug sich als Komiker und Imitator durch. Dann lief die Musik- und Filmkarriere an. Seine lockere und einnehmende Art sollte sich später auch im Fernsehen auszahlen. Ende der 80er Jahre sorgte er als TV-Moderator der Sendung «Fantastico» wegen seiner hohen Gage und politischen Äußerungen für Schlagzeilen.

«Ich könnte fünf Millionen Wählerstimmen verschieben», gab er einmal im Rai-Fernsehen an. Im Jahr 2005 hielt er dem damaligen Regierungschef Silvio Berlusconi im Staatsfernsehen vor, die Pressefreiheit zu verletzen. Wobei die meisten Fans - heute wie früher - doch nur seine Lieder hören wollen. So wie bei den beiden Konzerten im Oktober in der Arena von Verona. 24 000 Fans waren live dabei, mehr als neun Millionen sahen seine Show im Fernsehen Canale 5. Und rechtzeitig zu Weihnachten gab es «Adriano Live - Il Concerto» - als DVD mit 22 fulminanten Stücken dieses wie immer agilen Entertainers.

NAMEBERUFALTERGEBURTSDATUMGEBURTSORTGEBURTSLAND
RAKERS, Judithdeutsche Nachrichtensprecherin und TV-Moderatorin3706.01.1976PaderbornDeutschland
SINGLETON, Johnamerikanischer Regisseur und Drehbuchautor4506.01.1968Los AngelesUSA
KALTZ, Manfreddeutscher Fußballspieler6006.01.1953LudwigshafenDeutschland

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Leser-Kommentare (1)
montana_oezi (10.10.11 - 05:33)
ist in ordnung...

das er leer ausgeht finde ich sehr angemessen,denn wie gesagt er (joe) hat seine kinder nur ausgenutzt,wenn man denn kids die kindheit stiehlt,ist wie eine misshandlung (meine meinung). RIP

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