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Reuters Orlando Bloom

 

Phobie: Ängste  für  jede  Lebenslage

Kann man Angst vor Watte haben? Vor Zehen und Fischen? So verrückt es klingt, man kann. Tatsächlich gibt es für fast jede Lebenslage eine passende Phobie: gute Nachrichten und schöne Frauen, Fahrräder und Ausverkäufe. MAX untersuchte die Stars und ihre Phobien.

Auf der Website "The Phobia List" (www.phobialist.com) sammelt der Amerikaner Fredd Culbertson seit mehr als zehn Jahren alle Arten von Phobien. Und erzählt damit indirekt von einem ziemlich verbreiteten Phänomen: Etwa elf Prozent der Bevölkerung leiden unter spezifischen Ängsten. Auch Stars sind trotz ihres Luxuslebens nicht davor gefeit.

Ex-Bond-Darsteller Roger Moore fürchtet sich vor Pistolen, Billy Bob Thornton hat Angst vor hellen Farben, Antiquitäten und silbernem Besteck. Johnny Depp hat Angst vor Spinnen und Orlando Bloom vor Schweinen. Regisseur und Schauspieler Woody Allen hat nach eigenen Angaben Panik vor Insekten, Sonnenschein, Hunden, Kindern, Höhe, kleinen Räumen, Menschenmengen, Krebs und jedem anderen Ort auf der Welt außerhalb Manhattans.

Flug-, Wasser- und Friedhofsangst

Bei manchem Star kollidiert die Phobie sogar mit dem Job. Die Schauspieler Colin Farrell, Jennifer Aniston und Whoopi Goldberg, sowie die Soul-Diva Aretha Franklin haben Angst vorm Fliegen, was das Erreichen von Drehorten und Shows schwierig macht. Schlimmer aber noch der Fall von "Baywatch"-Star Carmen Electra: Sie kann nicht schwimmen und hat Angst vor Wasser. Electra sagt: "Ich bekomme Panik-Attacken, wenn ich nur in die Nähe von Wasser muss", zitiert "Skyone" den Serienstar.

Die Angst von Sarah Michelle Gellar jedoch sorgte für die größten Unannehmlichkeiten: Die "Buffy"- Darstellerin muss in der gleichnamigen Serie als Vampirjägerin häufig auf Friedhöfe, hat aber eine Friedhofphobie. Darum wurde ab der zweiten Staffel auf einem künstlich angelegten Friedhof gedreht.

Unrealistisch und übertrieben

Es gibt also Ängste für jede Lebenslage: Gemüse, Symmetrie, Rechtsprozesse. Schnee, Gegenstände in Form einer Acht und gute Nachrichten. Kathisophobie bezeichnet die Angst, sich hinzusetzen. Dipsophobie die Angst vor dem Trinken. Und Arachibutyrophobie – es gibt sie wirklich – die Angst vor Erdnussbutter, die am Gaumen klebt.

Nicht, dass Phobikern die Absurdität ihrer Angst nicht völlig klar wäre. Nur ist Angst leider nichts, dem man mit Vernunft begegnen kann, wie Angstforscher Professor Borwin Bandelow von der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen ("Das Angstbuch. Woher Ängste kommen und wie man sie bekämpfen kann") bestätigt: "Phobische Ängste sind unrealistisch oder übertrieben und folgen nicht den Gesetzen der Logik."


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PASSENDES IM NETZ
Leser-Kommentare (4)
Jefferson (07.11.11 - 21:56)
Anatidaephobie

Anatidaephobie - Die Angst von einer Ente Beobachtet zu werden.

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