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Paris Hilton: Party  is  over

Paris Hilton war diesen Sommer die bekannteste Gefängnisinsassin der Welt. US-Klatschreporter Perez Hilton beschreibt exklusiv, wie der Knast ihr Leben veränderte.

Von Perez Hilton

Für alle, die mich noch nicht kennen: Mein Künstlername ist Perez Hilton, und ich bin die ultimative "Queen of All Media". Ich betreibe seit drei Jahren als One-Man-Show den Web-Blog www.perezhilton.com, auf dem ich Hollywood-Promis jeder Gattung gnadenlos auf die Schippe nehme.

Versucht ein Star, der Öffentlichkeit etwas zu verheimlichen, spürt er früher oder später meinen Atem im Genick. Ich oute Schwule, heimliche Liebespaare, getrennte Liebespaare und alle, die glauben, Botox sei unsichtbar. Weil mein Künstlername Perez Hilton offensichtlich von Paris Hilton abgeleitet ist und ich sie inzwischen persönlich sehr gut kenne, will ich mal ein bisschen über das turbulente Jahr der blonden Hotelerbin plaudern.

Wenn sie peinlich ist, muss sie dafür zahlen

Gleich vorweg: Ich finde die Paris klasse. Klar, ich habe sie auch schon einige Male richtig böse in die Pfanne gehauen, aber obwohl wir inzwischen befreundet sind, hat sie noch immer keinen Sonderbonus. Wenn sie peinlich ist, muss sie wie jeder andere dafür bezahlen. Aber Paris stört das nicht. Sie ist ein cleveres Mädchen und weiß, dass jede Form von Publicity gute Publicity ist.

Viele meinen, die Hilton sei ein blondes Dummchen. Klar, sie ist definitiv keine Intellektuelle und hat nie studiert, aber sie hat einen extrem guten Geschäftssinn und kann gnadenlos sein. Auch wenn sie über ein 30-Millionen-Dollar-Hotelerbe verfügt, vergessen die meisten, dass Paris jährlich zig Millionen mit ihren eigenen Unternehmen verdient. Die braucht den Schotter ihrer Familie gar nicht mehr.

Paris fliegt manchmal kurz nach Russland, weil man ihr eine Million Dollar zahlt, damit sie für ein paar Stunden auf einer privaten Party lächelt. Sie hat sich in den vergangenen Jahren so geschickt selbst vermarktet, dass alles, was sie anpackt, zu Gold wird. Schmuck, Parfüm (ich benutze den Duft "Paris for Men"), Bücher, eine CD, eine eigene TV-Show - Paris Hilton hat sich längst ein eigenes Geschäftsimperium aufgebaut. Okay, die Musik ist Kacke, aber wen interessiert das?

Ein Genie der Selbstvermarktung

Selbst das wirklich peinliche Sexvideo war eine gelungene Vermarktungsaktion und hat ihren Bekanntheitsgrad nur noch gesteigert. Paris ist für mich das fleischgewordene Hollywood, ein reales Spiegelbild dieser völlig verpeilten Scheinwelt. Hauptsache, die Fassade glitzert, auch wenn es hinter den Kulissen abgeht wie im Zoo. Ich habe großen Respekt vor Paris und sie deshalb als Patronin für meinen Künstlernamen gewählt. Ich bin selbst ein Genie in Sachen Selbstvermarktung und werde es ihr nachmachen, indem ich ebenfalls Bücher herausbringe, Filme drehe, CDs aufnehme. Eine eigene TV-Show habe ich ja schon.

Paris ist mir erstmals im September 2005 auf einer Modenschau während der Fashion Week in New York über den Weg gelaufen. Sie hat mich tatsächlich erkannt und sagte: "Mir gefällt nicht, was du so alles über mich schreibst." Ich lächelte sie an und sagte: "Darling, warum liest du es dann?" Wir haben beide laut gelacht - und das war der Beginn einer neuen Freundschaft. Ich finde sympathisch, dass sich Paris selbst nicht zu ernst nimmt. Wir haben uns anschließend fast jede Nacht auf irgendwelchen Veranstaltungen getroffen. Manchmal sogar privat - ich gehöre nämlich mittlerweile zum exklusiven Zirkel jener, die Paris' Geheimnummer haben.

Keine Party ohne Paris

Paris und ich hatten eine Zeit lang so ziemlich den gleichen Lebenswandel. Mit dem Unterschied, dass sie nach einer durchfeierten oder durchvögelten Nacht ausschlafen konnte, während ich früh raus musste, um den neuesten Klatsch der Partys in meinen Blog einzubauen.

Mittlerweile sieht man Paris ja leider nur noch selten im Partyleben der Metropolen. Dieser Knast-Zirkus hat ihr echt schwer zugesetzt und sie definitiv verändert. Die Partyszene ist ärmer geworden ohne sie. Britney und Lindsay Lohan tragen auch wieder Schlüpfer - nicht mehr viel los in Los Angeles. Schlecht für mein Geschäft.

Gestärkt aus dem Knast

Aber noch mal zur Knastgeschichte: Da hat man Paris wirklich ungerecht behandelt. Lohan und Nicole Richie wurden verdonnert, weil sie besoffen Auto gefahren sind. Beide bekamen sehr milde Strafen und verbrachten nicht mal einen Tag in einer Zelle. Paris hingegen wurde mehr als drei Wochen eingebuchtet, weil sie ohne Führerschein gefahren ist. So eine schwachsinnige Logik.

Aber was einen nicht tötet, macht nur härter. Das sieht sie genauso. Paris ist gestärkt aus dieser Erfahrung hervorgegangen und wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich eine stabilere Karriere haben als Britney, Lindsay oder Nicole. Love her or hate her - Paris Hilton ist jedenfalls eine echte Kämpferin.


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Leser-Kommentare (100)
rudi hauch (01.07.09 - 16:41)
Hilton Mainz

8 knapp 9 Jahre besuche ich ein Rentenr während der HAPPY HOUR das le Bistro im Hilton Mainz und jetzt am kommenden Sonntag,den 05.07.09 ist das letzte mal da auf es wird geschlossen wegen Umbau.Warum kümmert sich Paris Hilton nicht mal darum alle Air-Liner Freunde kommen dann nicht mehr.Mit freundlichen Grüßen aus Mainz Rudi Hauch Bitte leitet das weiter an P H vielleicht ändert sich noch was.THA

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