Michael Jackson: Rückblick: "Er war der beste Vater"
Unzählige Stars und Freunde nahmen Abschied vom King of Pop Michael Jackson. Der rührendste Part gehörte seiner Tochter Paris. Sie ließ die Tränen in Massen strömen.
Von Andrea Ege
Dass das kleine, elfjährige Mädchen überhaupt die Bühne betrat, hatte wahrscheinlich keiner erwartet. Ob sie es selbst wollte oder ihre Familie sie bat, ist unbekannt. Sicher ist jedoch, dass sie den kompletten Saal des Staples Centers in Los Angeles in Tränen stürzte. Es war mit Abstand der bewegendste Moment der monumentalen Trauerfeier um den King of Pop, Michael Jackson. Ihr ging es nicht um den Abschied von einem Star, sondern von einem Menschen, einem Vater.
Umringt von ihrer Familie stand sie dort, unmaskiert, zierlich, klein, hübsch und traurig. Paris schluchzt, Tante Janet streichelt sie. Jemand bringt das Mikro für das Mädchen in Position. Sie schwankt, wird festgehalten. Dann schafft sie es, mit der letzten Kraft ihre Worte nach draußen zu drängen: "Ich will nur sagen: Seit meiner Geburt war Daddy der beste Vater den man sich vorstellen kann", schluchzt sie den 20.000 Zuschauern im Saal entgegen. Dicke Tränen strömen über ihre Wangen. Ihre Familie fährt über ihre Haare und streichelt sie rundum. Sie kämpft, sie schwankt, doch es geht weiter. "Und ich wollte sagen: Ich liebe dich so sehr". Paris dreht sich um. Taumelt umringt von Menschen nach hinten. Jacksons Bruder greift zum Mikro, sagt: "Vielen Dank, dass sie meinen Bruder so liebten. Gute Nacht."
Verborgen hinter Sonnenbrillen
Es war der tragischste Höhepunkt der Trauerfeier für ihren Vater. Er lag vor der Bühne, in einem goldenen Sarg. Ein Berg von Rosen stapelte sich über ihm. Vor ihm saß seine komplette Familie. Sonnenbrillen verbargen ihre verheulten Augen. Die Brüder hatten alle eine Hand in einen Michael-Jackson-Handschuh gehüllt. Ein Laudator nach dem anderen betrat die Bühne, erzählte Anekdoten aus dem gemeinsamen Leben, es wurde gesungen, gelitten - und manchmal, wenn die Erinnerung an die schöne Zeit durchbrach, huschte ein Lächeln über ihr Gesicht.
Es war eine großartige Show. Michael Jackson hätte sich gewiss einen solchen Abschied gewünscht. Nichtsdestotrotz kamen dennoch weniger Menschen zur Stätte des letzen Abschieds als erwartet. Vor dem Saal standen zwar rund 1000 Neugierige. 700.000 wurden jedoch erwartet. Selbst einige der engsten Freunde Jackson hatten auf ihre Anwesenheit verzichtet. Darunter: die langjährige, enge Freundin Elizabeth Taylor. Auch seine Ex-Frau Debbie Rowe nahm an der Trauerfeier nicht teil. Selbst Diana Ross, die er in seinem Testament zur Ziehmutter seiner Kinder erklärt hatte, war nicht vor Ort. "Nur mit dem Herzen", so erklärte sie es.
Trubel auf dem Schwarzmarkt
Andere jedoch waren bereit, viel Geld für den letzten Abschied von ihrem Idol zu investieren. 1,6 Millionen Menschen hatten sich um die 17.500 Eintrittkarten zur Trauerfeier beworben. 8750 Fans wurden ausgelost und erhielten zwei Karten dafür. Nicht ganz unerwartet verwandelten einige von ihnen diese in eine Menge Geld. Entgegen der Erwartung der Veranstalter wurden sie dennoch auf dem Schwarzmarkt für vierstellige Summen weiterverkauft.
Vor der riesigen Feier hatte die Familie bereits im kleinen Kreis von Michael Abschied genommen. Nach Michael Jacksons letzter öffentlicher Show wurde sein Leichnam an einen bisher unbekannten Ort gebracht.
Einige der bewegendsten Momente der Trauerfeier für Michael Jackson finden Sie in unserer Bildergalerie.
INHALT
Seite 2:Das ist es?!
Seite 3:King of Kino
Seite 4:Michaels letzte Reise
Seite 5:Rückblick: Endlich letzte Ruhe
Seite 8:Rückblick: "Er war der beste Vater"
Seite 9:Rückblick: Der BET-Abschied vom King
Seite 10:Rückblick: Gescheiterte Pop-Auktion
Seite 11:Rückblick: Familien-Comeback
Seite 12:"Ich bin menschlich"
Seite 13:Rückblick: Jackson ist freigesprochen
Seite 14:Rückblick: Jackson im Zeugenstand
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Leser-Kommentare (18)
Dancing The Dream
PLS leave him alone. All he ever wanted was to be a a light into the dark for the needed! So pls stop writing grap about this man and I hope the people he knew won´t commenteither. Why don´t we just keep the secrets we shared with him for ourselves!?





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