Macaulay Culkin: Wonder Boy
Er war der größte Kinderstar aller Zeiten. Dann wurde er erwachsen und drehte keine Filme mehr. Jetzt ist Macaulay Culkin zurück. Mit einem Buch namens "Junior" und der Geschichte einer Jugend
Sein Penis heißt Floyd, sagt er. Und dass er Masturbation für das aufrichtigste Kompliment hält, das man jemandem machen kann. Es ist, als hätte er beschlossen, mit wirklich allem herauszurücken, was ihm auf der Seele liegt, ganz egal, wie nackt er sich dabei macht. Mit zwölf, erzählt er, hat er zum ersten Mal darüber nachgedacht, von zu Hause abzuhauen. Mit 13 hatte er seine erste Panikattacke. Mit 14 war er so weit, dass ihn Gerichtsakten nicht mehr überforderten. Mit 15 ging er zum ersten Mal zum Psychiater, um endlich so normal zu werden wie die anderen.
Böser Dad
Manchmal schreibt er auch Listen, vielleicht, um das Durcheinander in seinem Kopf zu sortieren. "Die Menschen, die ich am wenigstens leiden kann", heißt eine von ihnen. Darauf finden sich die üblichen Verdächtigen, Hitler und Sinéad O'Connor, die Heroindealer dieser Welt und die Texaner, aber ganz vorn steht unangefochten: Dad. Gründe dafür gibt es einige. Zum Beispiel die Party damals, für die der Vater seinem Sohn ein Hotelzimmer zum Feiern spendiert hatte, ist schon lange her, aber nie vergessen. Die Party endete, wie es bei Teenagern schon mal vorkommt, mit einer ziemlichen Sauerei. Dad war alles andere als amüsiert, aber statt ein wenig herumzubrüllen, ließ er die versammelten Freunde vor der Hoteltür antreten, holte sein Portemonnaie heraus und drückte jedem Jungen 20 Dollar in die Hand, der versprach, nie wieder mit seinem Sohn zu reden. Alle bis auf einen nahmen das Geld.
INHALT
- Hier können Sie einen passenden und weiterführenden Link zum Thema vorschlagen.





...mehr