LaFee: Erwachsene Show
Wie startet eine 20jährige ihre Karriere neu? Christina LaFee wurde mit 14 zum Star. Mit 17 nahm sie sich eine Auszeit um sich neu zu entdecken. Wir sehen nach, was sie gefunden hat.
Von Martin Haldenmair
"Ich bin angekommen", erklärt LaFee. "Ich kann immer noch voll durchdrehen, das kleine, total flippige Mädchen sein, aber es gibt noch eine andere Seite. Ich fühle mich als Künstlerin". Zwei Jahre war sie von der Bildfläche verschwunden, hatte sich totaler Bühnenabstinenz hingegeben. Mit dem neuen Album "Ich Bin" tritt sie wieder ins Rampenlicht. Und wer ist sie nun?
Starker Start, plötzliche Pause
Nicht mehr das kleine Mädchen, das mit 14 Jahren auf die Bühnen kam, das wahlweise "Prinzesschen" (von der Bravo), "leicht freche Mädchenrocksängerin" (von der Welt) oder "Gothik-Maus" (von der Frankfurter Rundschau) genannt wurde. Wobei dieses Mädchen eine beeindruckende Karriere hinlegte: 2006, da war sie 15 Jahre alt, eroberte ihr Album "LaFee" die Spitze der deutschen und der österreichischen Charts. Auf der Welle des Erfolgs ging es drei Jahre lang weiter, auch an dem einen oder anderen Muskpreis vorbei wie 2007 zwei "Echos" in den Kategorien "Künstlerin des Jahres Rock/Pop (National)" und "Newcomer des Jahres (National)".
Kann es sich eine so junge Künstler leisten, eine Auszeit zu nehmen? Vielleicht sollte das sogar jede machen im Zeitalter der Fließbandteeniepopstars. Denn irgendwann ist Niedlichkeit kein Verkaufsargument mehr, dann muss der Stil erkennbar sein. Und LaFee ist auf dem besten Weg dahin. "Ich bin" lässt seine Wurzeln im Rock noch durchaus hören, doch das Arrangement liegt im Popbereich. Die E-Gitarren sind verschwunden, stattdessen umspielen nun einfache Streichermotive LaFees kräftige Stimme. Zum neuen Stil kommt ein neuer Look: ein fast weißer Afro verdoppelt LaFees Kopfumfang, gleichzeitig sind die Kostüme damenhafter geworden. LaFee ist definitiv dabei, sich ein unverkennbares Image zu geben und einen "erwachseneren" Stil zu finden - ohne ihren alten zu verleugnen. Im Video unten können Sie mal hineinhören.
Zurück ins Gedächtnis des Publikums
Das Comeback verbindet sie mit intensiver Pressearbeit und auch ungewöhnlichen Gigs in den Medien. So trat sie bei der Vox-Show "Das perfekte Promi-Dinner" auf - etwas was die alte LaFee nie gemacht hätte. "Ich finde es wichtig den Leuten zu zeigen, dass ich viele Facetten habe", erklärt sie ihre Entscheidung. Die Sendung sei auch eine Gelegenheit, einmal nicht Star zu sein, sondern ein Mensch. In ihrem Fall ein Mensch mit einem Faible für griechische Küche - schließlich ist sie Halbgriechin.
Auf der nächsten Seite erzählt sie uns im Interview, wie sie ihren neuen Sound gefunden und wie sie ihre Karriere neu gestartet hat.
In unserer Bildergalerie sehen Sie LaFee bei ihren alten Auftritten und in ihrem neuen Look.
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