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Rankin Heidi Klum

 

Heidi Klum: Ein  rotes  Tuch

Man nehme das Über-Model Heidi Klum, einen der besten Fotografen unserer Zeit und ansonsten nicht viel: das perfekte Rezept für eines der aufregendsten Fotoshootings. Manchmal ist einfach einfach besser. Voilà!

Von Michalis Pantelouris

MAX: Die Bilder zeigen - muss man sagen: mal wieder? - die besondere Beziehung von Heidi Klum und dem Fotografen Rankin. Wie verlief das Shooting?

Heidi Klum: Es war eigentlich sehr einfach - wenn man nicht viel umzuziehen hat, dann geht alles schneller. Und es gab ja nur ein paar Tücher und eine Windmaschine sowie Rankin und mich. Normalerweise braucht man da Klamotten und Gürtel und Schmuck, einen Stylisten... Wenn das alles eine Rolle spielt, ist es viel komplizierter. Wir sind diesmal nur die Farben der Tücher durchgegangen, ich habe verschiedene Posen gemacht - das war's. Wir kennen uns ja schon lange und sind nicht schüchtern voreinander. Deshalb hat es mir auch nichts ausgemacht, dass ich nicht viel anhatte. Und es war cool: Wir haben hier in Malibu fotografiert, in einem sehr schönen Haus, und ganz konzentriert an der Idee gearbeitet.

MAX: Ihr kennt euch so lange, ent­wickelt ihr auch die Ideen zusammen?

Heidi Klum: Nein, das war seine Idee. Er kam und sagte, er will etwas machen wie das Shooting von Marilyn Monroe mit den Tüchern - ein berühmtes Fotoshooting, das sind ikonische Bilder von ihr. Und Rankin wollte etwas in dieser Art machen, aber eben modern und auf mich zugeschnitten. Und da habe ich gesagt: Klar!

MAX: Du hast gesagt, dass ihr euch so gut kennt, dass du bei ihm nicht mehr schüchtern bist. Bist du tatsächlich noch manchmal schüchtern bei Fotoshootings?

Heidi Klum: Nein, aber ich würde das auch nicht mit jedem machen - nicht mit jeder Zeitschrift und nicht mit jedem Fotografen -, denn ich habe ja wirklich gar nichts an. Da muss ich Vertrauen zu dem Fotografen haben, dass er die richtigen Bilder aussucht und nicht am Ende doch irgendetwas gezeigt wird, was ich nicht möchte. Die Tücher verrutschen im Wind und sitzen nicht immer perfekt, aber man muss sich trotzdem frei bewegen können und kann nicht die ganze Zeit auf-passen, sonst werden die Bilder zu steif. Nur wenn man sich gut bewegt, entstehen auch tolle Fotos. Und wenn man kein gutes Verhältnis zu dem Fotografen hat, dann ist man im schlimmsten Fall die ganze Zeit dabei aufzupassen, dass da kein Busen raushopst.

MAX: Kann man sagen, ihr seid Künstler und Muse?

Heidi Klum: Wenn ich einen Fotografen gefunden habe, dem ich vertraue, und bei dem ich sehe, dass er einen künstlerischen Anspruch hat und nicht nur seinen Job macht - das gibt es ja, Leute, die ihr Licht aufbauen und dann möglichst schnell durch den Tag kommen wollen, egal was dabei rauskommt, Hauptsache, sie kriegen ihr Geld -, wenn es also jemand ist, dem daran liegt, tolle Fotos zu machen; wo man sagt "Wow, das ist großartig!" - dann ist man bereit, mehr mitzumachen. So ist es bei Rankin, er will immer etwas Tolles und Neues machen. Das ist schon cool.

MAX: Geht man an die Arbeit anders heran, wenn man weiß, man wird Teil eines Kunstwerks? Und wie macht man das?

Heidi Klum: Ich glaube, du stellst dir das komplizierter vor, als es ist. Man macht es einfach. Und heute ist ja auch alles digital. Früher wusste man nie, wie die Bilder geworden sind, aber heute schießt man 20 Fotos und steht dann gemeinsam vor dem Bildschirm und bespricht es. "Beweg dich hier noch mehr, knie dich mehr nach unten!" Und ich sag' dann: "Nein, ich verbieg' mich hier mehr nach unten, guck mal, was dann passiert." Durch das Digitale kann man heute viel mehr zusammenarbeiten.


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