Kevin Kuranyi: Star-Stürmer
Kevin Kuranyi hat den Tiefpunkt seine Kicker-Karriere überwunden: Nachdem der 25-Jährige vor einem Jahr von Jürgen Klinsmann nicht für die Nationalelf nominiert wurde, war er am Boden zerstört. Doch der Familienvater hat sich wieder gefangen und spielt so gut, wie noch nie. MAX sprach mit dem Fußball-Profi über den Weg aus der Krise, Gott und Schalke 04.
MAX: Herr Kuranyi, vor einem Jahr teilte Ihnen Jürgen Klinsmann nach einer sehr schlechten Saisonleistung mit, dass Sie nicht zum WM-Kader gehören werden. Jetzt sind Sie Deutschlands bester Stürmer. Kevin reloaded, sozusagen. Was genau hat Sie wieder aufgeladen?
KURANYI: Es stimmt, ich hatte wirklich eine sehr harte Zeit vor einem Jahr. Nach einer passablen Hinrunde stürzte ich in der Rückrunde in ein Formtief, dann blieb der Erfolg im Team aus und ich merkte, wie die Fans den Glauben an mich verloren. Schließlich durfte ich nicht zur WM. Das zusammen war schon sehr bitter. Aber umgekehrt fand ich genau während dieser Zeit, vor allem aber während der WM, die Motivation, es den Leuten da draußen zu zeigen. Ich wollte unbedingt wieder Erfolg haben.
MAX: Woher haben Sie die Kraft für diese Überzeugung genommen?
KURANYI: Mir hat mein Glaube an Gott sehr viel geholfen. Ich bete häufig. Außerdem haben mich meine Familie und Freunde stark unterstützt. Eben die Leute, die schon immer an mich geglaubt haben.
MAX: Aber kamen Sie nach Klinsmanns Entscheidung nicht in Versuchung, an Ihrem Glauben zu zweifeln?
KURANYI: Nein, niemals. Vielleicht war das alles ein Zeichen von oben. Ein Hinweis, der mir bedeuten sollte, dass man nicht alles geschenkt bekommt und noch mehr kämpfen muss. Das habe ich daraufhin getan, und jetzt werde ich dafür von Gott belohnt.
MAX: Dabei schien noch im November nicht alles auf Schalke rund zulaufen. Damals sagten Sie "Wir können Erfolg haben, wenn sich hier einiges ändert". Was hat sich seitdem auf Schalke geändert?
KURANYI: Auf Schalke herrschte große Unruhe. Die wurde teilweise von außen hereingetragen, aber es wurden auch Mannschaftsinterna in der Zeitung ausgebreitet. So was darf eigentlich nicht passieren. Sportlich klappte das Zusammenspiel zwischen Mittelfeld und Angriff nicht richtig, es wurde zu wenig miteinander und zu viel über einander geredet. Das war wirklich frustrierend. Deshalb haben wir im Team reinen Tisch gemacht, uns neu gefunden. Wir haben uns klar gemacht, dass wir in dieser Saison so viel erreichen können, wenn jeder für den anderen da ist und wir endlich zusammen stehen. Das hat dann auch geklappt.
MAX: Welche Rolle hat Trainer Mirko Slomka damals gespielt?
KURANYI: Das wichtigste war, dass er ganz ruhig geblieben ist, genauso wie er immer war. Er hat uns taktisch gut eingestellt und das Training weiter abwechslungsreich gestaltet. Dazu suchte er das Einzelgespräch mit Spielern, das hat sehr viel gebracht. Mirko Slomka hat einen ganz unaufgeregten Stil. Was alle toll fanden, war, dass er immer per du geblieben ist mit allen Spielern, selbst als er vom Co-Trainer zum Cheftrainer aufstieg. Das war nur eine Kleinigkeit, die beim Team aber sehr gut ankam.
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Leser-Kommentare (1)
der BESTE Kevin Kuranyi
Ich habe keinen Komentar er ist schließlich der BESTE.





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