Peinliche Pokale: Cup des Grauens
Eigentlich soll ein Pokal die Auszeichnung für eine herausragende sportliche Leistung sein. Doch oft beleidigt so ein Cup einfach nur das Auge des Betrachters.
Von Andreas Buchmann
Slalom-Weltcup in Garmisch. Das Rennen war nicht einfach. Nach zwei Durchgängen stehen die besten drei fest. Einer von ihnen ist der Italiener Giorgio Rocca. Zufrieden steigt er aufs Podium, schließlich hat er einiges geleistet. Endgültig bewundernswert wird seine Leistung bei der Pokal-Verleihung: Bei dem Ding, das er überreicht bekommt, noch ein lächelndes Gesicht aufzusetzen, lässt sich nicht hoch genug einschätzen. Was Rocca in den Händen hält, ist ein Stein mit zwei Miniatur-Skiern aus Messing, die auch gleichzeitig ein Wegweiser oder sonst was sein könnten.
Was soll das denn sein?
Giorgio Rocca kann sich trösten. Er ist nicht der einzige Sportler auf der Welt, der ein merkwürdiges Etwas verliehen bekommen hat. Wer Handball-Weltmeister der Männer wird, muss zum Beispiel eine Kombination aus Platte und verkünsteltem Wurf-Menschen in die Höhe recken. Dieser Cup macht eher Angst, anstatt Lust zu feiern.
Der schwedische Hochspringer Stefan Holm bekam in Monaco den Career Award des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF verliehen. Wenn er gewusst hätte, was ihn dort pokaltechnisch erwartet, wäre er wohl besser zu Hause geblieben. Holm hielt ein Schneckenhaus in ziemlich merkwürdigen Farben in den Händen.
LKW zum Transport nötig
Wer sich hinter einem Pokal verstecken möchte, sollte unbedingt Tennis spielen und den Davis-Cup gewinnen. Die Trophäe ist groß und hässlich obendrein. Denn oben sieht sie aus wie eine Nobel-Salatschüssel aus Silber. Und unten wirkt sie so massig, dass der Begriff "protzig" völlig neue Dimensionen bekommt.
Diese und viele weitere Schrecklichkeiten unter dem Decknamen "Pokal" finden Sie in unserer Bildergalerie.
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