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Fabian Hambüchen: Der  An-Turner

Bevor Fabian Hambüchen auftauchte, folgte auf das Wort "Gerät" im Zusammenhang mit Teenagern immer der Nachsatz "... auf die schiefe Bahn". Aber dank dem 19-Jährigen ist heute sogar Geräteturnen cool. MAX traf ihn zum Interview.

Von Anna Starke

MAX: Herr Hambüchen, Sie bereiten sich gerade intensiv auf die Turn-Weltmeisterschaft in Stuttgart im September vor. Haben Sie neben dem Training Zeit, sich mit Mode zu beschäftigen?

Hambüchen: Wenn ich mal freie Zeit habe, gehe ich sehr gern shoppen. Ich will gut aussehen und gut gekleidet rumlaufen. Es kommt mir nicht auf die Marken an. Die sind mir total egal. Es muss passen und gut aussehen.

MAX: Haben Sie Probleme, Kleidung zu finden, in die Ihre Muskelpakete hineinpassen?

Hambüchen: Bei Oberteilen geht es eigentlich relativ gut. Nur Hosen sind immer ein Riesenproblem. Die muss ich in Deutschland in der Kinderabteilung kaufen. Aber dann ist da Pippi Langstrumpf drauf, das kann ich ja echt nicht bringen. In der Erwachsenenabteilung fangen die Größen bei 32 an, und ich brauch' 28 oder 29. Deswegen kaufe ich meine Hosen in Japan.



MAX: Sie haben gerade Abitur gemacht. Kann man als Spitzensportler auch wilde Partys feiern und es richtig krachen lassen?

Hambüchen: Wenn keine Wettkämpfe anstehen, kann ich schon mal einen draufmachen. Nach meinen schriftlichen Prüfungen bin ich erst mal ausgegangen. Ich musste Dampf ablassen. Da ging es schon richtig ab. Aber eine ganze Woche oder einen ganzen Monat Partys zu feiern, das ist wirklich überhaupt nicht drin. Denn nach einer Partynacht muss ich beim Training wieder reinhauen.

MAX: Wie hat Ihnen das Breakdance-Shooting gefallen?

Hambüchen: Das war mal echt was Neues. Sonst ging es immer nur darum, mich als Turner darzustellen, aber diesmal war es in einem ganz anderen Umfeld. Es hat riesig viel Spaß gemacht. Und ich konnte Einzelheiten aus dem Turnen einbringen.

MAX: Sie haben eine unglaubliche Körperkontrolle. Ist Breakdance für Sie einfach?

Hambüchen: Nein. Das, was Breakdancer machen, ist für uns Turner ein Hammer. Da sind Bewegungen dabei, da träumen wir nachts von - und können uns nicht vorstellen, dass das überhaupt geht. Wenn die auf den Händen herumspringen - den Körper in der Luft und die Beine wirklich nicht am Boden -, da sind Positionen dabei, wo wir als Turner denken: Das geht gar nicht. Wir probieren das in der Turnhalle und verrecken bitterlich daran. Das wäre für mich schon eine dicke Herausforderung.

MAX: Bei der Weltmeisterschaft sind Sie der deutsche Favorit. Was sind Ihre Ziele?

Hambüchen: Erst mal kommt es auf die Mannschaft an. Wenn wir unter die ersten zwölf kommen, qualifizieren wir uns für die Olympischen Spiele. Das ist machbar, und ich bin optimistisch. Persönlich möchte ich im Mehrkampf wieder ganz vorn mitmischen. Dieses Jahr wird es aber richtig schwer. Das Nonplusultra wird anwesend sein. Ich werde mein Bestes geben - und dann das Finale erreichen.

Das komplette Interview gibt es in der aktuellen Ausgabe der MAX (09/2007)

PASSENDES IM NETZ
Leser-Kommentare (1)
Lina Klammer (10.08.08 - 00:09)
Super

Toll, dass Fabian Hambüchen auch mal über was anderes redet. Super.

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