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Reuters Donna Summer

 

Donna Summer: Disco-Queen  Donna  Summer  erliegt  Krebsleiden

Donna Sumemr prägte mit "Bad Girls", "Hot Stuff" und "Last Dance" die Ära des Disco und die 70er Jahre. Die Disco-Queen erlag am Donnerstag, den 17. Mai 2012 einem Krebsleiden. Sie hatte wohl bis zum Ende an einem neuen Album gearbeitet.

Ohne sie hätte eine ganze Äre der Musik anders ausgesehen: Donna Summer war Disco, war die Siebziger, war funky, war die Musik der Zeit! Ihre Hits "Hot Stuff", "Bad Girls" und "She Works Hard For The Money" beherrschten Tanzschuppen, Clubs und Hitparaden rund um die Welt.

Erotische Stimme, Gefühl für Rhythmen und die Zeit

Fünf Grammys gewann sie in ihrer Karriere. Auch nach Ende ihrer Zeit der Hits gehörte sich immer noch zu den ganz Großen. Ihr letztes Album, das 2008 erschienene "Crayons" erhielt den selbstbewussten Titel "The Queen is Back!". In dem Album bewies Summer, dass sie immer noch die kraftvolle, erotische Stimme ihrer besten Zeit besaß und zugleich ein Gefühl, für die schnelleren Rhythmen und klareren Klänge der 2000er. Wie das amerikanische Prominachrichtenportal "Tmz.com" berichtet, hatte sie bis zu ihrem Tod an einem weiteren Album gearbeitet.

Von Bosten nach München zum Weltruhm

Ein Sprungbrett für Summers steile Karriere war Deutschland. 1948 wurde sie unter dem Namen LaDonna Adrian Gaines in Bosten in eine fromme christliche Familie geboren. Sie wuchs mit sechs Geschwistern auf. Da sich für sie in New York keine Anstellung fand, nahm sie 1968 eine Rolle in dem Musical "Hair" in München an. Acht Jahre blieb sie beruflich in Bayern. Sie lernte Deutsch, heiratete ihren ersten Mann, den Österreicher Helmuth Sommer (von dem ihr späterer Künstlername Summer stammt), und kam mit ihrem langjährigen Produzententeam Giorgio Moroder und Pete Bellotte zusammen.

1975 begann ihre Karriere. Was eigentlich nur eine Demoband werden sollte, wurde ein Hit - und ein kleiner Skandal. In "Love to Love You Baby" wollte sie mit ihrem Produzent zunächst nur einen neuen Sound ausprobieren und wurde dabei wagemutig: 17 Minuten lang stöhnte sie wollüstig zur Disco-Musik des Songs. Prompt bekam sie das Etikett "Sex-Göttin". Mehrere Sender verbannten das Stück aus ihrem Programm, so auch die britische BBC, was den Song nicht daran hinderte, ion Großbritannien auf den Top 5 zu landen. Auch in den USA kletterte "Love to Love You Baby" durch die Charts. Zeit für Summer, in die alte Heimat zurückzukehren.

Erster Grammy für "The Last Dance"

In den USA folgten weitere Hits wie "I Feel Love", "No More Tears" und "On the Radio". "Last Dance", der Titelsong des Musikfilms "Thank God It's Friday" brachte Donna Summer ihren ersten Grammy ein und dem Texter Paul Jabara einen Oscar. Fünf Grammys sollten es insgesamt werden, sowie drei aufeinanderfolgenden Nr.-1-Platin-Alben und mehr als 130 Millionen verkauften Platten. Donna Summers Bilanz ihres musikalischen Schaffens ist beeindruckend.

In den 80ern trennte sich Summer von ihrem bisherigen Label Casablanca Records um von dem Disco-Stil wegzukommen und andere Bereiche der Musik zu erforschen. Auch ihre Ausflüge in New Wave (nun mit Geffen Records) waren erfolgreich, doch am stärksten verbindet man weiterhin Summer mit Disco. Der Zeit als Disco-Queen trauerte die Sängerin nicht nach. Das Diva-Image sei unecht gewesen, sagte sie einmal selbstkritisch. "An einem gewissen Punkt habe ich angefangen, den Schein abzulegen und die Menschen damit zu konfrontieren, wer ich wirklich bin."

Dpressionen, Gott und die Arbeit

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erlebte sie eine Existenzkrise. Ihre Ehe mit Sommer war zerfallen und beruflich stand sie unter Erfolgsdruck. Dies führte zu schweren Depressionen, die in einem Selbstmordversuch mündeten. Als sie aus dem Fenster eines Hotels am New Yorker Central Park springen wollte, verfing sie sich allerdings im Vorhang und wurde vom Zimmermädchen gerettet. In ihrer Autobiografie berichtet sie über diese Erfahrung, die sie später zu einer "wiedergeborenen Christin" machte. "Wir alle erfahren Leid. Ich auch", bekannte sie.

Die Ehe mit ihrem zweiten Mann, dem Sänger und Songschreiber Bruce Sudano, hielt über 30 Jahre. Neben den zwei gemeinsamen Töchtern hat sie noch eine Tochter aus erster Ehe und mehrere Enkelkinder. Auch als es stiller um sie selbst wurde, war sie im Showgeschäft immer noch ein großer Name: Mit ihrer Mischung aus R&B, Pop, Funk, Soul und Rock habe sie eine neue Form internationaler Popmusik geschaffen, urteilte das Fachmagazin "Rolling Stone" einmal. "Madonnas Karriere ohne Summer und die 'Bad Girls'? Undenkbar!"

Wie Summers Sprecher Brian Edwards bestätigte, starb die Sängerin an Krebs. Der Weltstar hatte die Erkrankung geheim gehalten und bis zuletzt an einem neuen Album gearbeitet. Auch für die Disco-Königin galt: "She Works Hard for the Money"

(mh/dpa)

In unserer Bildergalerie von Donna Summer sehen Sie mehr von der verstorbenen Sängerin.

Weiterführender Link:

Summers Website

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