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Bettina Weigelt DIVA 2008

 

DIVA: 2008:  Ein  Hauch  von  Hollywood

Das Star-Aufgebot bei der 18. DIVA-Verleihung in München konnte sich sehen lassen. Schauspielerin Vanessa Redgrave, Western-Legende Franco Nero und Multi-Talent Michael "Bully" Herbig erhielten den Primadonnen-Preis.

Von Markus Weiß

Hochnäsig, schwierig, eigenwillig: Der Begriff Diva ist nicht immer eine schmeichelhafte Bezeichnung, doch die 450 Stars, die für die DIVA-Verleihung ins Deutsche Theater in München kamen, schmückten sich gerne mit der gleichnamigen Figur oder wie Franco Nero, Vanessa Redgrave und Monti Lüftner zusätzlich mit einem Platz in der "Hall Of Fame".

Nicht alles Gold, was glänzt

Wirkliche Spannung kam bei der Verleihung nicht auf. Eine Jury entscheidet Jahr für Jahr im Vorfeld, wer die Bronzeschönheit überreicht bekommt. Trotzdem bestanden die Veranstalter darauf, die Gewinnernamen aus einem goldenen Umschlag zu ziehen. "Warum eigentlich", fragte Siegerin Maria Furtwängler, die für ihren TV-Film "Die Flucht" gleich zwei Preise erhielt, "wenn doch schon alles klar ist". Für das Gala-Feeling, könnte die Antwort lauten, denn die Münchner Veranstaltung versucht mit aller Macht das große Hollywood zu imitieren, was nur im Ansatz gelingt. Am Ende ist eben nicht alles Gold, was glänzt, doch bei der Prominentendichte stört das wenig.

Deutsche Stars wie Benno Fürmann, Nina Hoss und Uschi-Obermaier-Darstellerin Natalia Avelon waren unter den Preisträgern. Letztere bekam den Preis als beste Nachwuchsschauspielerin und konnte ihr Glück gar nicht fassen. "Ich glaube, mich muss jemand zwicken", sagte sie während ihrer Dankesrede. Da hätte ihr vermutlich besonders das männliche Publikum nur zu gerne geholfen. Bei manchen Anwesenden erhielt allerdings das eigene Handy mehr Aufmerksamkeit als die Verleihung selbst. Statt unterhaltsamer Show und kurzen Einspielern war sie mehr eine Preisübergabe in Fließbandmanier.

Bully kriegt keinen Sonderpreis

Volle Aufmerksamkeit hatte Multitalent Michael "Bully" Herbig. Wenngleich er über den Preis an sich nicht überrascht war, so doch über die Kategorie. Er erhielt die Auszeichnung als Regisseur des Animationsfilms "Lissi und der wilde Kaiser". "Dabei kriege ich doch sonst nur Sonderpreise", scherzte der deutsche Comedian. Nach dem Bayerischen Filmpreis und vielen anderen Trophäen ist "Bully" ein alter Hase, was Preisvergaben angeht.

Für die Münchner Sängerin Mina hingegen war alles neu und aufregend. Die 14-Jährige ist die erste Preisträgerin in der neuen Kategorie "Web Artist Of The Year". Rund fünf Millionen Leute haben sich ihren Song "How The Angels Fly" auf Videoplattformen im Netz angesehen und dem Internet-Shooting-Star damit zu einem Plattenvertrag verholfen. Das wäre zu Zeiten von Monti Lüftner noch undenkbar gewesen. Der Ariola-Gründer wurde für seine Leistungen in die Hall Of Fame aufgenommen. Entdeckungen wie Whitney Houston, Die Prinzen und The Scorpions gehen auf sein Konto. Mit Mina wechselte er trotzdem kein Wort - der Platten-Magnat ist mittlerweile im Ruhestand.

Redgrave bekam, was sie wollte

Die einzig wahre Diva dieses Abends war Vanessa Redgrave. Der Hollywood-Star kam in Begleitung von Ehemann Franco Nero. Beide erhielten eine Trophäe als neueste Mitglieder in der "DIVA - Hall Of Fame". Für den legendären Wild-West-Helden Nero war es die erste Auszeichnung in Deutschland. Mehr als 160 Filme hat der Italiener mittlerweile gedreht und denkt auch mit 67 Jahren noch lange nicht an den Ruhestand. Auch die 70-jährige Redgrave teilt seine Leidenschaft für den Film. "Wir arbeiten hart und manchmal erreichen wir genau das, was wir wollen." Mit diesen Worten nahm sie unter Standing Ovations ihren Preis entgegen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Alt-Star Maximilian Schell zum Ende der Veranstaltung. Laudator und bekennender Dauer-Überzieher seiner eigenen Live-Sendung Thomas Gottschalk holte für die Dankesrede seine Brille heraus und scherzte: "Die habe ich am Anfang der Show noch nicht gebraucht." Schell wurde für sein Lebenswerk mit dem DIVA-Award ausgezeichnet und musste schmunzeln. Das Altwerden sei so eine Sache. Wenn man einmal mit den Worten begrüßt wird "aber du schaust noch gut aus", dauert es nicht lange und die Preise fürs Lebenswerk kommen. Aber das sei ja auch gut so.


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Leser-Kommentare (2)
kathi (13.02.08 - 18:02)
benno fürmann

ich finde ihr hattet mehr über benno fürmann geredet weil ich finde ihn voll geil

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