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Zeus: Ganz  gelassen  abrocken

Rock aus den 70ern, ganz frisch aus dem Heute präsentiert die kanadische Band "Zeus" auf ihrem zweiten Album. Auf 14 Tracks spielen sie sich mit solcher Leichtigkeit durch verschiedene Klangwelten, dass es zunächst gar nicht auffällt, wie technisch gut die Musiker sind.

Von Martin Haldenmair

Eins vorweg: Das ist kein Album zum Ausflippen. Die Band Zeus besteht aus vier sehr bärtigen Kanadiern, die so geerdet sind, dass sie in ihrer Rock-Musik so feste Wurzeln geschlagen haben, dass es für sie wohl gar nicht in Frage kommt, sie auch mal rauszuschreien. Glücklicherweise sind di vier Könner mit ihren Stimmen und ihren Instrumenten und so wird ihr zweites Album "Busting Visions" eine runde Sache mit starkem 70er-Jahre-Vibe.

CD: Rock

Busting Visions

Zeus

Veröffentlichtung: 19. Oktober 2012
Tracks: 14

Label: So Recordings (rough trade)

Bewertung:


Schöne Zweitverschwendung

"Are You Gonna Waste My Time?", heißt der erste Track des Albums, und es ist so ziemlich genau das, was wir uns gefragt hatten, als wir die auf Verdacht angeforderte CD aus dem Briefumschlag holten. Kanadische Retro-Indie-Rocker, was könnte da nicht alles Die Antwort ist: Musik ist sowieso eine der schönsten Zeitverschwendungen überhaupt, und mit Zeus macht diese Verschwendung großen Spaß. "Busting Visions" ist zugleich etwas, das in Papas Plattenkiste liegen könnte und etwas, das sich frisch und unverbraucht anhört.

Mike O'Brien, Carlin Nicholson und Neil Quin beherrschen alle mehrere Instrumente, und dazu kommt noch der präzise Drummer Rob Drake. 2009 schlossen sich die vier zu Zeus zusammen - und bastelten angeblich eine Garage zu einem Tonstudium um, in dem auch große Teile von "Busting Vision" entstanden sein soll. Zumindest klingt das Album so: Nach kleinem Raum, nach wenig Technik, nicht alles ist kristallklar, aber es klingt so, als sitze die Band nebenan und probe gerade fröhlich und selbstvergessen vor sich hin. Der Stil erinnert mal an The Beach Boys, mal an Supertramp und wenn Zeus besonders fröhlich wird, scheint "Wipe Out" von The Surfaris nicht weit weg zu sein.

Schwirrende Gitarren, präzise Drums

"Are You Gonna Waste My Time?", springt mit schön schwirrenden Gitarren in das Album, der Gesang entführt uns in einen Tanzsschuppen au seiner Zeit, als es uns noch nicht online gab. Der Song klingt einfach und harmlos, doch er lohnt das mehrfache Anhören, denn dann wird klar, wie gut die Band aufeinander eingspielt ist und wie präzise sie mit Tempowechseln umzugehen versteht. Der nächste Song fängt dafür ziemlich holprig an und mag sich ein Weilchen nicht entscheiden, was er denn nun sein möchte, doch als der in hoher Stimmlage von allen Sängern der Band angestimmte Refrain Ordnung reinbringt und den Indie-Ton der Gegenwart mit dem 70er-Jahre-Sound vereint.

Spannend sind Songs wie "With Eyes Closed", "Hello, Tender Love" und "Now That I've Got You", auf dennen die Band ihr ganzes Können zeigt - bei erstem ist eine "Stairway to Heaven"-Hommage auch noch drin. Aus der Reihe in der Kollektion fallen zwei Songs: "Proud and Beatuiful" sowie "Stop the Train". Erstere lehnt sich irgendwie an Soul an, funktioniert aber nicht wirklich - hier passen die Stimmen der Sänger einfach nicht zum Genre. "Stop the Train" dafür düdelt und klimpert fröhlich wie eine ganze Halle voller Arcade-Games. Spätestens hier muss man die Jungs lieben für ihren Mix aus verschiedenen Instrumenten und Melodien.

Mehr von der Band sehen Sie unserer Bildergalerie zu Zeus.

Weiterführender Link: Myspace-Page von Zeus
Facebook-Seite von Zeus
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