HomeCityguidePopkulturLifestyleShop

 

Hopeless Records Yellowcard

 

Yellowcard: Ewig  jung!

Die Sonne scheint aus jedem Song von "Southern Air", dem achten Album der Pop-Punk-Band Yellowcard. Nach einer dreijährigen Pause legen sie seit 2011 wieder richtig los und haben mit "Southern Air" nun einen aufgekrazten Sound gefunden.

Von Martin Haldenmair

"It's always summer in my heart and in my soul," verkündet Lead-Sänger Ryan Key auf dem Album "Southern Air". Wir möchten es ihm gern glauben, denn selbst grüblerische oder nostalgische Songs sind von Wärme erfüllt. Das Album ist das zweite nach der fast dreijährigen kreativen Pause der Pop-Punk-Band aus Kalifornien. Mehr zum Pop hin haben sie sich bewegt, doch ohne die Ecken und Kanten ganz abzufeilen, die ein gutes Album einfach braucht.

CD: Punk

Southern Air

Yellowcard

Veröffentlichtung: 17. August 2012
Tracks: 10

Label: Hopeless Records

Bewertung:


Das Comeback-Album hatte den etwas sperrigen Titel "When You're Through Thinking, Say Yes" und einige richtig gute, energiegeladene Songs wie "For You and Your Denial". Komplexere Instrumentalisierungen und stärkere Harmonisierungen erforschte die Band darauf, löste sich definitv vin den Hardcore-Wurzeln, die sie lange Zeit hinter sich hergezogen hatten. Mit "Southern Air" ist die Trennung nun endgültig durch und die Band verkündet ihren neuen Sound aus vollem Hals - und manchmal mit etwas Melancholie. Es ist ein "wir werden erwachsen"- und ein "wir machen ewig so weiter"- Album zugleich. "You don't grow up/ you just grow old," formuliert es Ryan Key in der Mitte des Albums mit "Here I Am Alive":

Energie, Energie, Energie

"Here I Am Alive" ist der popigste Song auf dem Album, mit einer sehr einfachen Melodie und etwas Syntesizer-Unterstützung. Glücklicherweise ist er nur eine kleine Verschnaufpause, die nach drei energischen Songs notwendig war. Mit "Awakening" stürzt sich die Band ohne Fisimatenten in den das Album. Der Sound ist klar, die Instrumentalisierung präzis. Ähnlich schnörkellos ist der Gesang von Ryan Keys. In größeren Höhen wird die Stimme nur unmerklich dünner, bleibt aber kraftvoll und präzise - knappe Schläge aus Musik liefert sie.

Der nächste Song "Surface oft he Sund" steigert das, was in "Awakening" vorgestellt wurde: Im Vordergrund ist die scharfe Stimme des Leadsängers, die röhrende Gitarren und das präzise Schlagzeug sorgen für Fülle und die treibende Energie. Und diese Energie steigert sich die drei Minuten und 43 Sekunden weiter - ab der Mitte federn ein harmonischer Hintergrundchor und sanfte Streicher den Song ab und fügen die Wärme hinzu, die dieses Album ausmachen.

Das Album: fröhlicher Einstieg, ruhige Mitte, komplexes letztes Drittel

Den Zwilling von "Surface oft he Sun" finden wir im zweiten Drittel des Albums mit "Rivertown Blues". Von Blues kann dabei kaum die Rede sein, der Einstieg ist purer Punk mit blutdrucksteigerndem Rhythmus - ausbalanciert durch kleine Flirrereien auf der Gitarre. Im Song selbst spielt die Band alles durch, was sie drauf hat. Mal unterbrechen wilde Trommelwirbel die Gitarren, mal macht die komplette Band für einen Herzschlag eine Pause, um nur noch lauter weiterzumachen. "Rivertown Blues" ist der beste Song auf dem Album und sicher einer der besten ihrer Karriere.

Der darauf folgende Song "Ten" überrascht dann völlig - es ist eine persönliche Ballade des Lead-Sängers über ein Kind, das vor seiner Geburt starb. Sanft ist der Gesang, die Streicher übernehmen einen wichtigen Part und sorgen für eine süße Grundmelodie - ohne süßlich zu werden, wenn auch die Country-artig angeschlagenen Gitarren vielleicht etwas zu viel des Guten war. Mutig war es jedenfalls, diesen Stilbruch auch noch aufzunehmen.

Yellwocard nimmt die zweite Chance, die ihnen das Comeback geboten hat, offenbar sehr ernst. Für "When You're Through Thinking, Say Yes" tourten sie durch immerhin 30 Länder und auch für "Southern Air" sind sie wieder in der ganzen Welt unterwegs. Noch geht es durch Europa, im September ist Brasilien das nächste Ziel. Mal sehen, welche Inspiration sich die Kalifornier von dieser Sonne holen.

Mehr von der Band sehen Sie in der Bildergalerie zu Yellowcard.

Weiterführender Link: Homepage von Yellowcard
Facebook-Seite von Yellowcard
PASSENDES IM NETZ
Leser-Kommentare
BEITRAG SCHREIBEN

Überschrift

Name


Ihr Kommentar 
AGB

Beitrag abschicken
 

Zeit

Heute
Morgen
Dieses Wochenende

Kategorie

Konzerte & Nachtleben
Kunst & Schauspiel
Gesellschaft & Freizeit
ANZEIGE

Blink-182

19. August 2014,
Dortmund Weestfallenhalle

powered by openeventnetwork