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Tokio Hotel: Zimmer  mit  Aussicht

Tränen, Teenies, Emotionen: Mit ihrem zweiten Album "Zimmer 483" will Deutschlands erfolgreichste Band Tokio Hotel noch höher hinaus. Momentan bringen sie auf ihrer Tour die Massen zum Toben.

Von Markus Weiß

Es scheint, als würde die Welt noch für ein paar Tage mehr im "Tokio Hotel" einchecken. Mit dem neuen Album "Zimmer 483" erscheint neuer Zündstoff für das Band-Phänomen, mit dem anfangs keiner gerechnet hatte, und von dem sich viele über zwanzig wünschen, dass es bald zu Ende sei.

CD: Pop

Zimmer 483

Tokio Hotel

Label: Universal Music
VÖ: 23.02.2007
Tracks: 12

Zum Reinhören:
Übers Ende der Welt
Zum Weghören:
Vergessene Kinder

Bewertung:


Die Fraktion der Tokio-Hotel-Hasser muss enttäuscht werden. Platin-Awards, ausverkaufte Tourneen, Medienpreise: Die vier Teenager sind musikalische Botschafter Deutschlands, ob man es will oder nicht - und in diesem Job erfolgreich. Ist das wirklich so ungewöhnlich? In den Neunzigern lösten Boybands wie Take That und New Kids on the Block ähnliche Hysterie-Wellen aus. In den Achtzigern gab es Culture Club und A-ha, und wie sie existierten in jeder Generation seit den wilden Sechzigern Gruppen, die die Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Innerhalb von wenigen Jahren schaffte die Gruppe, die klingt, als würden die Kinder von Placebo, Linkin Park und Juli musizieren, den Sprung von der Schulband zum Top-Act. Obwohl die Vier betonen, auf ihrem neuen Album experimentierfreudiger zu sein, wurde scheinbar penibel darauf geachtet, die Zutaten für ein weiteres Doppelplatin-Album beizubehalten. Sie sind schließlich das offene Geheimnis ihres Erfolgs.

Bill (17), Tom (17), Gustav (19) und Georg (19) spielen und singen über Liebeskummer, Einsamkeit, Freundschaft und Rebellion. Man nehme diese vier Punkte, füge gitarrelastigen Rock und energischen Gesang hinzu und erhält - in Verbindung mit vier smarten Jungs, die ein möglichst breites Fan-Spektrum ansprechen - eine Erfolgsband. Da kümmert auch das in mancher Hinsicht Reim-dich-oder-ich-schlag-dich-Prinzip der Texte ("Keiner weiß, wies dir geht - Keiner da, der dich versteht") nicht mehr, der Teddybären- und Schlüpfer-Regen ist garantiert.

Nicht nur manche Eltern möchten das Teen-Quartett am liebsten ans Ende der Welt schicken, doch Tokio Hotel scheint ins Rampenlicht zu gehören. Nach dem Debüt-"Schrei" verspricht auch das "Zimmer 483" im Tokio Hotel ein voller Erfolg zu werden. Interessant wird es, wenn die vier Magdeburger eines Tages aus der Pubertäts-Pension auschecken. Was dann vom Erfolg übrig bleibt, das baut auf wirklichem Können.

Die Jungs auf Tour:

13.04.2007 Kempten
14.04.2007 Zürich
15.04.2007 Frankfurt
20.04.2007 Nürnberg
21.04.2007 Mannheim
23.04.2007 Stuttgart
24.04.2007 München
26.04.2007 Berlin
27.04.2007 Leipzig
29.04.2007 Bremen
01.05.2007 Hamburg
02.05.2007 Oberhausen
04.05.2007 Trier
05.05.2007 Hannover
14.05.2007 Köln


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zur�ck vor
PASSENDES IM NETZ
Leser-Kommentare (525)
EngelSyb. (29.05.11 - 19:44)
Kaulitz Bill

Warsten schon du erstmal Herbst,2006 !!! Bist du glücklichen Model weiter bis Herbst-Winter,2011 !!! Viel Glück !!!

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