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Universal Snoop Dogg

 

Snoop Dogg: Ich  kiffe  jede  Stunde

Snoop Dogg ist einer der wenigen Hiphop-Stars, auf den der Begriff "Gangster-Rapper" noch zutrifft. Im MAX-Interview spricht er über Drogen, das Knarretragen und das Kuschen in der Ehe

SNOOP DOGG: Willst du was rauchen?

MAX: Nein, danke.

SNOOP DOGG: Shit man, ich schon (zündet sich einen Joint an).

MAX: Es heißt, Sie bekiffen sich jeden Tag. Stimmt das?

SNOOP DOGG: Das ist eine maßlose Unter­treibung! Das können nur Leute behaupten, die mich nicht kennen (lacht). Ich bekiffe mich jede Stunde.

MAX: Warum?

SNOOP DOGG: Weil es mich entspannt. Und es fördert meine Kreativität. Und überhaupt fühlt es sich einfach nur gut an, Mann.

MAX: Sie wurden Ende Oktober 35 Jahre alt. Viele andere ehemalige Gang-Mitglieder aus South Central Los Angeles und der gefürchteten "Crips"-Gang aus Long Beach erlebten nicht mal den 25. Geburtstag.

SNOOP DOGG: Shit, ich komme aus der Gosse, dort, wo jeden Tag Nigger wie ich abgeknallt werden von mexikanischen oder weißen Gangs. Ich war da mittendrin, war Teil dieses Wahnsinns und lebte in ständiger Todesangst. Damals hätte ich nicht darauf gewettet, dass ich meinen 35. Geburtstag jemals erleben werde. Aber ich habe zum Glück den Absprung geschafft.

MAX: Haben Sie noch Kontakt zu Ihren einstigen Gang-Kumpels?

SNOOP DOGG: Klar, ich bin schließlich noch immer einer von ihnen. Nur weil ich heute Millionen von CDs verkaufe, heißt das ja nicht, dass ich meine Vergangenheit einfach ablegen kann. Das will ich auch gar nicht. Ich bin seit 1982 ein East Side Long Beach Crip, daran hat sich nichts geändert. Wer einmal in der Hölle war, wird nie vergessen, wie heiß es dort ist.

MAX: Heißt das, Sie unterstützen noch immer Gang-Aktivitäten?

SNOOP DOGG: Das habe ich nicht gesagt. Ich bin noch immer ein Crips-Mitglied, allerdings stehe ich mittlerweile für ganz andere Botschaften. Klar, ich könnte meine Homies tonnenweise mit Waffen und Drogen im Kampf gegen die mexikanischen Gangs unterstützen. Das wäre ein Kinderspiel, Geld habe ich genug. Wir könnten die platt machen und uns für alles rächen, was sie uns Niggas jemals angetan haben. Aber das ist nicht mehr mein Spiel. Gewalt erzeugt Gegengewalt und fordert immer mehr Opfer. Ich bin älter und reifer geworden. Heute gehe ich in mein Viertel und zeige den Kids Alternativen auf. Wege, die aus der Gosse führen. Das ist meine Mission.

MAX: Können Sie als Dauerkiffer und Waffenträger ein Vorbild für die Kinder sein?

SNOOP DOGG: Na klar, ich bin schließlich grundehrlich und spiele keine Rolle. Die Leute in meinem Viertel sehen stets den echten Snoop Dogg, einen Typen, der jeden noch so üblen Bullshit hautnah miterlebt hat. Die Narben in meinem Gesicht sind schließlich nicht aufgemalt, die sind echt und erzählen ihre ganz eigenen Geschichten aus meiner dunklen Vergangenheit. Die Kids wissen ganz genau, dass ich ihnen keinen Scheiß erzähle und hören deshalb sehr genau zu, wenn ich ihnen aus meinem Leben berichte.


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Leser-Kommentare (4)
reyhan (26.04.11 - 22:18)
cool bin gerührt! :D

also ds ist das beste was mich so sehr mal gerührt hat also komm schon geiler gehts nicht!

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