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Scooter: "Der  Dance-Hype  bringt  uns  nichts"

Geben wir's zu: Jeder hat schon mal zu einem Song von Scooter getanzt, auch die schärfsten Kritiker der Band. Wir unterhalten uns mit dem Fronatmann der techno-Veteranen über Trends in der Musik, seine Rolle bei "X-Factor" und, was "Lakierski Materialski" heißt.

Von Martin Haldenmair

MAX Online: Das Album ist auf Platz 10 der Charts gestartet, herzlichen Glückwunsch schon mal dazu.

H.P. Baxxter: Danke.

Im Radio habe ich es noch nicht gehört

H.P. Baxxter: Das ist ja bei uns leider immer so, außer in den Dance-Sendungen oder bei Sunshine Live

Nervt es euch, dass ihr, egal wie ihr einsteigt nicht im Radio kommt?

H.P. Baxxter: Manchmal. Ich verstehe, dass gewisse Singles von uns nicht in das Format passen, aber eben auch nicht alles. Der doofe Gedanke geht: "Scooter? Ne, geht nicht." Und gerade die letzte Single, die wir hatten, "4 am", das war eigentlich eine absolute Radio-Nummer. Wenn man das vergleicht mit anderen Sachen von, sagen wir, David Guetta, das jetzt rauf und runter gespielt wird, kann ich's nicht so nachvollziehen. Die aktuelle Single ist wieder etwas härter, da verstehe ich das schon. Aber gut, so ist das halt.

Woran liegt das?

H.P. Baxxter: Ich finde, im Radio allgemein - denke nicht nur ich, das höre ich auch von anderen Leuten - dass es ziemlich nervig ist: Immer dieses Formatierte, immer die gleichen Sprüche, die gleiche Musik, zehn Mal am Tag der selbe Song. Und diese möchtegern-witzigen Morning-Shows! Wenn ich mir das morgens anhören müsste, hätte ich so was von schlechte Laune, dass ich gar nicht mehr aus dem Bett käme.

Wenn wir bei Wiederholung sind: Es gibt ja genug Leute, die sagen: "Scooter machen seit den 90ern immer das Gleiche rauf und runter".

H.P. Baxxter: Das liegt, glaube ich, daran, dass wenn man sich nicht so sehr für eine bestimmte Musikrichtung oder Band interessiert, dass einem dann alles gleich vorkommt. Wenn du aber unser erstes, fünftes, zehntes Album miteinander vergleichst, dann würde wohl jedem auffallen, dass es eben nicht das Gleiche ist. Gut, durch die Stimme gibt's einen Wiedererkennungseffekt, aber der ist ja gewünscht. Rein musikalisch ist im Laufe der Jahre eine Menge passiert. Da ist ein ständiger Wandel, der mit Trends zu tun hat. Das ging los mit Heavy Hardcore, dann kamen Progressive House Einflüsse, dann Trance. Aktuelle Sachen sind immer eingeflossen.

Techno und Trance sind ein Kind der 90er. Wie rettet man das glücklich in unsere Zeit?

H.P. Baxxter: In den 2000er Jahren haben wir noch größere Erfolge feiern können als in den 90ern, auch international. In England hatten wir unsere erste Nummer Eins Single mit "Messiah". Jetzt hat sich viel verändert, weil der ganze R'n'B-Bereich plötzlich auch Dance macht. Auch in Amerika ist das voll angesagt. In Radio, in Diskotheken, überall auf der Welt der gleiche Sound. Da ist es nicht mehr so einfach, sich zu positionieren. Das ist so ein bisschen verwässert, dass auch in normalen Pop-Nummern wie bei Brittney Spears diese Elektro-Sounds vorkommen. Dadurch ist es nicht mehr dieses Spezielle, was man vielleicht vor zehn Jahren noch hatte.

Der Trend bringt euch aktuell nichts?

H.P. Baxxter: Genau. Den Dance-Hype bei R'n'B finde ich für uns gerade nicht so positiv. Sonst konnte man sich so klar abgrenzen gegenüber allem, was sonst noch so in den Charts herumschwirrte. Auf der einen Seite gab es Hip Hop/ Black und wir waren auf der anderen Seite. Früher war Scooter immer ein Tick härter, immer ein Tick schneller, das hatte so ein Alleinstellungsmerkmal.

Was macht ihr denn dann jetzt?

H.P. Baxxter: Ach, wir probieren immer aus, auf was wir grade Bock haben. Wir haben auf dem letzten Album, worauf ich sehr stolz bin, rumexperimentiert mit Dubstep. Haben dann festgestellt, dass wir das zwar ganz schön finden, es aber bei den Fans nicht so ankommt. Da war vielleicht einiges zu theoretisch. Die Leute wollen von uns diese Abfahrt, bei der man feiern kann, wo die Bass-Drum vierviertelmäßig durchdonnert und nicht mit so verschachtelten Break-Beats. Aber ich finde auch so was muss mal sein, dass man über Umwege auf seinen Pfad zurückkehrt. Und dass man dann reicher an Erfahrung und um einen neuen Sound in seinem Bereich weitermacht.

Welche Rolle KLF für Scooters Song spielen, was Laki und obe es jemals rechtliche Probleme mit Inspirationen gabe, erzählt uns H.P. Baxxter auf der nächsten Seite.

Weiterführender Link: Homepage von Scooter
Facebook-Seite von Scooter

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