SUCHE BEI MAX

HomeCityguidePopkulturLifestyleShop
Retts Wood/Idols Robbie Williams

 

Robbie Williams: Elektrosmog

Noch auf seiner Tour kündigte Robbie Williams für den Herbst ein neues Album an. Trotz gesundheitlicher Probleme und einer drohenden Klage seines Exmanagers hat er sein Versprechen gehalten. Bühne frei, Vorhang auf und Strom an: Elektro-Robbie legt los

Trotz der Pole-Position in den Charts war "Rudebox" für die meisten Fans ein schwerer Schock. Was da aus den Lautsprechern drang, klang ganz und gar nicht wie ihr Robbie. Nach Ausflügen in die Welt des Swing holt Williams den Vocalizer raus und bringt den Brit-Rap im Regentonnen-Sound. "Ich glaube, ich hatte vorher Angst, ein solches Album zu machen." Zu recht fragt man sich? Nach acht erfolgreichen Alben übt sich der musikalische Dauerbrenner in der Verteidigung seines musikalischen Neulings. "Mit diesem Album kann ich einfach hergehen und schrägen Pop machen - das wollte ich eigentlich schon immer."

CD: Pop

Rudebox

Robbie Williams

Label: EMI
VÖ: 20.10.2006
Tracks: 16

Bewertung:


Mit Madonna-Produzent William Orbit, den Pet Shop Boys und weiteren Berühmtheiten der Elektro-Pop-Schiene hat sich Robbie Williams prominente Unterstützung für sein neuntes Album besorgt. Ob es die Scheibe aus den Regalen in die Charts schafft, ist bei Mr. Williams eigentlich eine rhetorische Frage. Natürlich wird es ein Top-Ten-Hit werden, denn bis dato hat noch keine musikalische oder private Eskapade den kreativen Kopf aus Stoke-on-Trent aufhalten können. Doch dieses Mal ist die Kost schwerer verdaulich, wie schon der erste Vorgeschmack "Rudebox" zeigt.

Wer immer noch unter der Gänsehaut dieser ersten Single leidet, dem sei "Lovelight" empfohlen. Ein wenig Justin Timberlake, ein Hauch Jamiroquai und fertig ist ein Song, der ebenso viel Hit-Potential wie "Rudebox" hat, aber fürs Gehör weitaus erträglicher ist. Die Frage, warum er gerade den Titelsong des neuen Albums als erste Auskopplung gewählt hat, wird nur Robbie selber beantworten können. An Materialmangel kann es nicht liegen, verbirgt sich auf dem Longplayer doch jede Menge Liedgut, das weitaus genießbarer als der elektronische Vorstadt-Rap ist.

Einen musikalischen Nachruf auf frühere Hits bieten beispielsweise "Viva Life On Mars" und "Keep On". Leider stehen die beiden inmitten der Übermacht eher gewöhnungsbedürftiger Cover-Versionen von Manu Chaos "Bongo Bong" oder Stephen Duffys "Kiss Me" sehr alleine da. Trotz der lustigen bis anzüglichen Texte müht sich Robbie auf dem erstaunlich unmelodiösen und dennoch so eingängigen Album mit Hip-Hop und Sing-Sang irgendwo zwischen The Streets, Jamiroquai und den Beastie Boys ab.

Durchbricht ein Künstler die übliche Masche der 0815-Musik, ist das eigentlich bewundernswert. Auch für Robbie ist dieses Album nicht der erste Schritt weg vom verkaufssicheren Durchschnitts-Pop. Die Frage ist jedoch: Nehmen sich die Hörer wirklich die Zeit, die ungewöhnlichen Elektronik-Welten aus dem Robbie-lektrischen Neuland zu erkunden? Oder hat Herr Williams eher eine Scheibe produziert, die man kauft, um die Sammlung des Top-Stars vollständig zu halten?

Und hier noch ein kleiner Leckerbissen für Fans von Robbie Williams:

Livemitschnitte und Videos der letzten 10 Jahre

(mw)


1 | 2

vor
PASSENDES IM NETZ
Leser-Kommentare (35)
M. (15.09.07 - 11:45)
DREAM !!!!!!

Anja ich gebe dir vollkommen Recht ROB I LOVE YOU FOREVER ;)

BEITRAG SCHREIBEN

Überschrift

Name


Ihr Kommentar 
AGB

Beitrag abschicken

Zeit

Heute
Morgen
Dieses Wochenende

Kategorie

Konzerte & Nachtleben
Kunst & Schauspiel
Gesellschaft & Freizeit
ANZEIGE

4. Kunstausstellung Masch

02. Juni 2012,
Maschinenhalle Zeche Zwec

powered by openeventnetwork
 

Musikclips