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Nadéah: Nadéah

Die Pariserin aus Australien Nadéah verführt uns mit ihrer sexy-samtigen Stimme, genialer Instrumentierung und erwachsenen Texten zu einem Tanz durch die Musikgenres.

Von Julian Rohrer

Darf man das schreiben? Sie ist einfach toll. Widerspricht das den Grundsätzen des guten Journalismus? Egal, denn sie ist verteufelt toll. Sie ist eine australische Pariserin - oder eine Pariser Australierin, außerdem hat sie offensichtlich US-amerikanische Wurzeln - zumindest musikalisch. Und sie kann alles: Minimalistisch bis überbordend übertrieben. Um es klar zu machen: Sie ist keine Janis Joplin und keine Madonna, nein, sie ist Nadéah. Das reicht, locker.

CD: Jazz

Venus Gets Even

Nadéah

Veröffentlichtung: 21. September 2012
Tracks: 13

Label: Popup (Cargo Records)

Bewertung:


Persönliche Geschichten in immer neuen musikalischen Facetten

Jeder Song auf dem neuen Album "Venus Gets Even" ist eine kleine, persönliche Geschichte, die die moderne Bohemien zum Besten gibt. Dabei gibt sie sich unverschämt charismatisch, sympathisch, launisch. Einfach, praktisch, gut, genial.

Okay, okay, der Reihe nach: Das Album beginnt unspektakulär, geradezu minimalistisch. Programmatisch steht die Stimme der hübschen Blondine im Vordergrund und webt den Hörer gleich in ihre Welt ein. Doch das ändert sich bald, nach eine Break kommen immer mehr Instrumente mit ins Spiel, erweitern das musikalische Spektrum und machen Ouvertüren-mäßig vor, was die nächste Stunde bringt: Klavier, Gitarre, Bass, Percussion, Klarinette, und, und, und.

Musikzitate und eigener Stil

Musikalisch bewegt sich Nadéah mit ihren Mitstreitern querbeet durch die Musikwelt. Surf, Dresden Dolls, Dr. Monk-Titelmelodie, Tom Waits und für die Experten mit Rock-Appeal: Diablo Swing Orchestra. Und das sind nur ein paar Band-Zitate. Aber keine Angst, das macht die Musik nicht austauschbar, im Gegenteil. Die enorme Bandbreite bleibt emotional im Rahmen, harmonisch rund, lecker spannend. Normal ist Nadéah dabei keineswegs: Sie ist verrückt, verspielt, verknallt. Sie lässt sich gehen, hält sich nicht auf, macht offensichtlich, worauf sie Lust hat.

Doch sie kann auch ernst. Schon im zweiten Viertel des Albums wird es plötzlich erwachsen und wohltuend anders - ohne dabei moralinsauer oder gar zeigefinger-adult zu werden. Genau dieses Wechselspiel - fast schon schizophren - fordert viel vom Hörer. Ebenso wie die Texte: Sie sind keine kleine Mädchenphantasien, sondern ehrliche, nicht immer duchschaubare, intelligente und verquere Blicke auf die Welt. Ihre Welt. Die Welt, die sie auf ihren Reisen in ihr künstlerisches Köpfchen aufgenommen und dort verarbeitet hat. Der Hörer erquickt sich an dem farbenfrohen Nektar Nadéahs, zauberhafter hat schon lange niemand mehr von der Liebe gesungen.

Ein überzeugendes Debut

Bekannt könnte sie durch ihr Engagement bei den Alternative Rockern Nouvelle Vague oder ihre ehemaligen Kombo The loveGods sein. Sie war schon im Vorprogramm von Nick Cave oder den Britpoppern Franz Ferdinand. Kurz gesagt: Auch im Musik-Biz hat sie schon viel gesehen und wohl so einiges erlebt. Ihre Ungezämtheit und Experimentierfreude hat sie sich behalten, davon zeugt jede Sekunde ihres Debutalbums. Der nächste Schritt ist, sie live zu sehen. Die Erwartungen sind hoch - doch damit dürfte sie kein Problem haben.

Nadéah spielt an folgenden Terminen live in Deutschland:

7. Oktober: Heidelberg, Enjoy Festival
11. Dezember: Köln, Studio 671
12. Dezember: Bremen, Radio Bremen Show
13. Dezember: Berlin, Ritter Butzke

Mehr von der Künstlerin sehen Sie in unserer Bildergalerie zu Nadéah.

Weiterführender Link: Homepage vonNadéah
Facebook-Seite von Nadéah
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