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Danny Clinch Moby

 

Moby: Glanzstücke

Im Vergleich zu seiner Haarpracht wächst das musikalische Können von Moby immer weiter. Mit "Go - The Very Best Of Moby" präsentiert der Meister Proper der Elektronik-Musik seine besten Stücke und neue Kost zugleich

Er ist Einzelgänger, überhaupt nicht glamourös, unscheinbar und doch Lichtgestalt der elektronischen Musikwelt. Nach sechs Multi-Platin-Alben war es für Moby an der Zeit, den langen Weg von der Underground-Ikone zum Sound-Gott auf einem Album wiederzugeben. Mit "Go - The Very Best Of Moby" präsentiert selbiger Klangkünstler die besten Stücke aus über zehn Jahren Chartpräsenz.

CD: Pop

Go - The Very Best Of Moby

Moby

Label: EMI

VÖ: 03.11.2006

Tracks: 15

Bewertung:


Neben Klassikern wie "Feeling So Real" und "Honey" bietet der Longplayer auch einen neuen Song. Elektronik-Eremit Moby lud "Blondie"-Frontfrau Debbie Harry in sein Studio ein und nahm mit ihr das Lied "New York, New York" auf - eine Tanz-Hymne für seine Stadt im Stil der 80er.

Richard Melville Hall, besser bekannt als Moby, hatte schon immer eine Vorliebe für bizarren Krach - lange vor seiner Karriere als DJ im New Yorker Untergrund. Als 1995 "Everything Is Wrong" erschien, gelang ihm auf einen Schlag der Traum vieler Musiker: der Sprung in die Charts. "Feeling So Real" und "Everytime You Touch Me" waren die großen Hits des Erstlings. Auch der Nachfolger "I Like To Score" war schnell, rasant, flott und Elektronik pur. Mit den folgenden Alben wurden die für den ehemaligen Rave-Pionier typischen ruhigen Töne jedoch immer dominanter.

Depressiv angehauchte Trance-Pop-Hymnen wie "Porcelain" und "Why Does My Heart Feel So Bad" verzauberten Millionen von Hörern (und Käufern). Im New Yorker Heimstudio des überzeugten Veganers dürften sich Gold- und Platinauszeichnungen häufen, verkaufte sich doch allein das Erfolgsalbum "Play" über acht Millionen Mal.

Hört man Mobys beste Stücke, ist es, als würde man dem sympathischen Kahlkopf in die Augen schauen. Denn in seinen Liedern, Videos und nicht zuletzt in seinem Blick finden sich immer noch ein Stück Kindheit und jede Menge Fantasie. Mobys Best-Of-Album ist allenfalls eine Zwischenbilanz, denn sein kreatives Potential ist keinesfalls schon aufgebraucht.

(mw)

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