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Tino Hansen, Hardstyle Club Germany Melbourne Shuffle

 

Melbourne-Shuffle: Tanz  den  urbanen  Untergrund!

Im Untergrund der Techno-Szene brodelt es derzeit ganz gewaltig. Zumindest was das Schaffen neuer Tanztrends angeht. Nach Tecktonik und Jumpstyle erobert jetzt auch der Melbourne-Shuffle die deutschen Tanzflächen.

Wenn ShoXXi in ultraweiten Phat Pants und mit seinem bis über beide Augen gezogenen Kapuzenpulli die Tanzfläche betritt, hat er das Gefühl, als würde es ihn in eine andere Welt katapultieren. Er kann alles um sich herum vergessen und spürt nur noch, wie die Musik in seinen Körper fließt. Es ist diese Mischung aus hammerhart stampfenden Bässen und melodisch sphärischen Klangpassagen, die seinen Magen zum Beben und die Beine in Schwingung bringen.

Geschickt dreht er die Beine einmal nach links, dann nach rechts und manchmal macht es den Anschein, als würde er über Eis schlittern. Melbourne-Shuffle nennt sich dieser Tanzstil, mit dessen Hilfe sich ShoXXi an diesem Abend neben vielen anderen Techno-Fans auf der Tanzfläche in Trance zappelt. Doch was hier aufgelegt wird, ist nicht irgendein Techno, sondern eine Untervariante davon, der sogenannte Hardstyle.

Knochenharte Basswalze

ShoXXi ist 21 Jahre alt, heißt tagsüber Stephan und ist von Beruf Einzelhandelskaufmann. Ort des Geschehens ist das K7 in der Nähe von Flensburg, wo der Hardstyle Club Germany, eine deutsche Online-Community für Hardstyle-Fans, regelmäßig Techno-Partys veranstaltet. ShoXXi gehört zu den aktivsten Mitgliedern des Clubs und ist absoluter Verfechter dieses Techno-Subgenres, das aus einer Kombination von Hard Trance und Hardcore-Techno-Elementen entstanden ist.

Hardstyle beginnt im Bereich von 140 Beats pro Minute und benutzt im Grundrhythmus dieselbe Soundarchitektur wie ein klassischer Techno-Song, mit dem Unterschied, dass die Snaredrum mit einem extrem harten Hall versehen wird. Dieser Effekt erzeugt beim Hörer den Eindruck, dass die Musik eine besonders starke Durchschlagkraft hat. Und die genießt Stephan alias ShoXXi am liebsten bei voll aufgedrehten Boxen auf der Tanzfläche.

Akrobatisch-nervöse Zuckungen

Bis er jedoch zu diesen Beats den stylischen Melbourne-Shuffle tanzen konnte, musste er ziemlich lange trainieren. Die Tutorials hat er sich in Video-Form bei Youtube & Co besorgt. Und von denen gibt es in letzter Zeit immer mehr, was ein Indiz für die ansteigende Popularität des Tanzstils ist. In Deutschland wächst die Szene laut ShoXXi in letzter Zeit rasant, was er am explodierenden Party-Angebot festmacht und daran, dass auch immer mehr internationale DJs auf deutschen Partys auflegen.


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Leser-Kommentare (23)
Schoki (von GS) (24.02.10 - 15:17)
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