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Foto: David Hindley/Copyright: Lenny Kravitz Lenny Kravitz

 

Lenny Kravitz: Lenny  spielt's  noch  einmal

Sexy's back! Nach vier Jahre langer Wartezeit meldet sich Lenny Kravitz, der Meister der heißen Beats und coolen Riffs, mit neuem Stoff zurück. Wirkliche Neuerungen präsentiert er auf "It's Time For A Love Revolution" nicht. Das hat er wohl auch nicht nötig.

Von Markus Weiß

Seit über achtzehn Jahren zupft sich Lenny Kravitz durch die internationale Musikwelt und machte vor allem optisch viele Wandlungen durch. Vom Rastaman zum Afro-Look, von der James-Brown-Welle zum rasierten Schädel. Die Regel lautete: Ein neues Album, ein neuer Look - nur der Gitarre und seiner Musik blieb er treu und das äußerst erfolgreich. Seit seinem Debüt "Let Love Rule" zaubert der gebürtige New Yorker mit sanften Balladen immer wieder eine Gänsehaut auf den Rücken der Zuhörer oder bringt die Menge mit hartem Rock zum Toben.

CD: Pop

It's Time for a Love Revolution

Lenny Kravitz

Label: Virgin Music
VÖ: 01.02.2008
Tracks: 14

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Bewertung:


Seine berühmten Zutaten rührt Lenny auch für "It's Time For A Love Revolution" zu einem erfolgreichen Rock-Süppchen zusammen, dabei hatte er das gar nicht vor. Nach sieben Vorgängern wollte er das Vergangene endlich hinter sich lassen. "Besonders nach 'Baptism' hatte ich das Gefühl, dass ich bereits die meisten meiner musikalischen Träume verwirklicht hatte", erzählt der 43-Jährige im Interview. Völlig befreit und mit dem klaren Ziel, etwas Neues zu schaffen, setzte er sich an die Arbeit zum aktuellen Album, nur um am Ende genau dort zu landen, wo er mit "5", "Lenny" oder "Are You Gonna Go My Way" schon war.

Gutes von gestern, scharf gewürzt

Denn zu behaupten, Kravitz hätte mit "It's Time For A Love Revolution" das Rad oder gar sich selbst neu erfunden, wäre schlichtweg gelogen. Statt neuer Götterspeise gibt es altbewährte Rock-Kost - aufgewärmt und dennoch gut gewürzt. Wenn man ehrlich ist: Etwas wirklich Neues auf den Plattenteller zu legen hat Kravitz auch gar nicht nötig. Der Erfolg gibt ihm schließlich recht. Jedes seiner Alben wurde mit Gold ausgezeichnet, drei von ihnen sogar mit Platin. Die Chancen stehen also gut, dass Kravitz seine Erfolgstour auch mit dem achten Album fortsetzen wird.

Beim ersten Hören lässt sich fast vergessen, dass schon die erste Single-Auskopplung "I'll Be Waiting" ein wenig zu sehr an "Calling All Angels" erinnert oder "Bring It On" doch sehr viel Ähnlichkeit mit "American Woman" hat. Keine Frage, auch die achte musikalische Liebeserklärung aus der Feder des Frauenlieblings ist wunderschön, doch dauerhaft Freude werden vermutlich nur die echten Fans haben. Allen anderen kommt der Ritt auf dem Rock-Karussell irgendwie zu bekannt und nach kurzer Zeit etwas eintönig vor.


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