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Reuters Grammy Awards 2012

 

Grammy Awards: Gold,  Party  und  ein  wenig  Trauer

Bei der Verleihung der Grammys räumt Adele ab, muss Grammy-Kritiker Bon Iver eine Dankesrede halten, spielt Katy Perry mit dem Feuer und spricht LL Cool J ein Gebet auf die verstorbene Whitney Houston. Die Feier deckt alle Farben des emotionalen Spektrums ab.

Von Martin Haldenmair

Bei der Verleihung der Grammys räumt Adele ab, muss Grammy-Kritiker Bon Iver eine Dankesrede halten, spielt Katy Perry mit dem Feuer und spricht LL Cool J ein Gebet auf die verstorbene Whitney Houston. Die Feier deckt alle Farben des emotionalen Spektrums ab.

Mit fromm gesenktem Kopf in den Abend

"Wir haben einen Todesfall in der Familie. Wenigstens für mich scheint das Einzige zu sein, mit einem Gebet für unsere gefallene Schwester Whitney Houston zu beginnen." So getragen eröffnete LL Cool J die große Gala zur Verleihung der Grammys. Tatsächlich - es ist eben eine amerikanische Veranstaltung - senkten die meisten Anwesenden die Köpfe, als der Rapper sich bei Gott bedankte, dass Whitney Houston auf Erden weilen und sie alle mit ihrem musikalischen Talent berühren durfte. Danach schafft er tatsächlich die Überleitung von der Kontemplation zur Selbstdarstellung, die die Grammys nun einmal sind. Denn die Verleihung des Musikpreises ist eine Gala, zu der die Leute kommen, um zu sehen und gesehen zu werden, und auf der auch diejenigen, die nicht gewinnen oft eine Gelegenheit haben, sich in Szene zu setzen. Eine Diskrepanz zwischen feierlichem Gebet und ausgelassener Feier sehen da wohl nur Außenstehende.

Performances alter und junger Stars

Die 54. Verleihung der Grammys kann jedenfalls mit einigen tollen Shows aufwarten: Die altgewordenen Beach Boys zeigen, dass sie es immer noch drauf haben. Stevie Wonder kündigt mit Mundharmonika Paul McCartney an, der ebenfalls noch einzuheizen versteht. Die jüngeren Künstler verwandeln die Bühne in ihren eigenen Circus: Katy Perry performt in einem Flammenmeer, der Electro-Künstler deadmou5 springt zwischen Lichteffekten herum und Rihanna turnt im hautengen Kostüm zu heißen Rhythmen.

Größte Gewinnerin des Abends ist Adele. Sie trägt ganze sechs Grammys nach Hause. Soviele Auszeichnungen auf einmal hatte bisher nur eine einzige Künstlerin eingefahren: Beyoncé im Jahr 2010. Nahe an den Rekord kommen auch die Foo Fighters heran. Sie nehmen als beste Rockband fünf Grammys entgegen.

Die Preisträger, schräge Kostüme und tolle Auftritte sehen Sie in unserer Bildergalerie.


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