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Reuters Engelbert Humperdinck

 

ESC 2012: Steigen  die  Briten  aus  dem  ESC  aus?

Das Vereinigte Königreich schaffte es beim ESC 2012 nur auf den zweiten Platz. Nun überlegt die BBC wohl den Ausstieg aus dem Eurovision Song Contest. Bei William Hill, einem der größten Buchmacher des Landes kann man schon auf den Ausstieg wetten.

Das Vereinigte Königreich hat seit 1998 kein Glück mehr beim Eurovision Song Contest. 1997 standen die Briten noch mit "Love Shine a Light" auf dem ersten Platz, im Jahr darauf war es der zweite und seither, oh blimey!, strandeten sie sogar dreimal auf dem letzten Platz - was selbst Deutschland in der Zeit nur einmal passierte (nein, nicht mit "Guildo hat euch lieb", sondern mit "Planet of Blue", das heute keiner mehr kennt). 2009 schrieb der "King of Musical" Andrew Lloyd Webber den britischen Beitrag ("It's My Time") und sicherte dem Königreich zumindest den fünften Platz (gegen den norwegischen Gewinner "Fairytale" war er aber chancenlos). Doch tapfer bewahrten die Briten Sportsgeist und Leidensfähigkeit. Möglicherweise sind sie nun mit beidem am Ende.

Ein erfahrener Sänger, eine gute Stimme - doch kaum Punkte

Auf dem vorletzten Platz kroch Engelbert Humperdinck ins Ziel, und selbst das war eine Hängepartie. Als die Hälfte der Stimmen abgegeben war, hatte er nur einen einzigen Punkt eingesammelt. Eine Spende von Irland brachte Bewegung in die traurige Bilanz. Zwölf Punkte kamen am Ende zusammen, das drittschlechteste Ergebnis seit dem magischen Jahr 1996.

Der 79-jährige Engelbert Humperdinck (in Deutschland tritt er wegen angeblicher Verwechslungsgefahr mit dem seit 90 Jahren toten romantischen Komponisten gleichen Namens nur als "Engelbert" auf) ist dabei weder ein Unbekannter noch ein Nichtskönner. Er ist ein weltbekannter Schlagerstar und hat die dazugehörende gefühlsreiche Stimme. Sicher, sein Song "Love Will Set You Free" war Kitsch, aber das meiste beim ESC ist Kitsch. Vielleicht war zu wenig Feuerwerk und Tanz dabei, so dass es auch noch altmodischer Kitsch wurde.

Die BBC muss ihr Konzept überdenken

Als Kandidat ausgewählt hat ihn intern die BBC. Und nun überlegt man wohl hinter verschlossenen Türen, im nächsten Jahr gar nicht mehr anzutreten. Die Quote war in Großbritannien eher mau (auch in Deutschland war sie übrigens nicht überragend), der Sieg bitter und Humperdinck ziemlich sauer. Auf der After-Show-Party fehlte er schon mal. Wie die britische Boulevard-Zeitung "The Sun" berichtete, hatte die BBC große Hoffnungen in ihren Star gesetzt und fürchtet nun, dass sich kein weiterer bekannter Künstler der Gefahr einer solchen Demütigung aussetzen wollen würde.

William Hill, einer der größten Buchmacher des Landes, gibt aktuell eine Quote von 25:1 für einen Ausstieg Großbritannien aus dem Eurovision Song Contest. Doch unterschätzen wir die Briten nicht. Vielleicht sehen sie das Ergebnis auch als Möglichkeit, unbekannte Talente mit frischen Songs in den Ring zu werfen. Soldier on, Britannia!

Mehr von Engelbert Humperdinck sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Weiterführender Link: ESC-Seite (international)
Homepage von Engelbert Humperdinck

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