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Echo 2012: Rückblick  2008:  Echo,  Stars  und  Langeweile

Au weia! Schon vor der Verleihung des drittgrößten Musikpreises waren die Namen der Gewinner bekannt - und das war auch schon das Spannendste der Echo-Verleihung 2008.

Von Markus Weiß

Es ist der drittgrößte Musikpreis der Welt, doch mit dem Glamour eines Grammys konnte die Echo-Verleihung in Berlin nicht mithalten. Statt großer Branchensause nur Trophäenausgabe zwischen Klappstühlen und -tischen. Eine opulent beleuchtete Bühne macht eben noch keine Gala. So wichtig der Preis für die Musikwelt ist, wirklich begeistert wirkten die Anwesenden in den wenigsten Momenten.

Schon die Begrüßung war kurz und knackig. Ein schnelles "Hallo" von Oliver Geißen und Nazan Eckes musste reichen, dann wurde der erste Preis vergeben. James Blunt war der glückliche Gewinner in der Kategorie "Künstler Rock/Pop International". Er hatte gerade noch genug Zeit, sich sympathisch in gebrochenem Deutsch zu bedanken, dann hieß es: "Bitte setzen".

Wie in der Schulklasse aufgereiht saßen Showgrößen wie Mika, Jeannette Biedermann, die Fantastischen Vier und Roger Cicero in den Stuhlreihen des Berliner Kongresszentrums, manche von ihnen hatten artig die Hände auf den Klapptischen vor sich abgelegt und sahen zu, wie die üblichen Verdächtigen die Preise erhielten. LaFee, Bushido und Tokio Hotel standen bereits das zweite Jahr in Folge im Trophäenregen. Teils bissige Blicke von der Konkurrenz gab es bei den Preisen für Herbert Grönemeyer, Nelly Furtado und DJ Ötzi.

Peinlich Panne

Das eigentliche Highlight der Veranstaltung war eine Panne: Einen Tag vor der Verleihung des drittgrößten Musikpreises Echo war die Liste mit den Gewinnern in Umlauf geraten. Sie wurde nicht gestohlen, kein Jury-Mitglied wurde bestochen. Ein Berliner fand das heiße Dokument auf der Straße. Da war wohl irgendwas schiefgegangen.

Wirkliche erhellende Augenblicke gab es an dem großen Abend demnach wenige - auch im Showprogramm. Ein Oli Pocher als Britney-Double war längst nicht so erheiternd wie beispielsweise die Rede von Newcomer Mark Medlock. Er hat sich die Drecksau verdient, wie er vor einem weiteren Liebesgeständnis an seinen Produzenten Dieter, den Superstar-Sucher Bohlen, sagte. Solche Momente hätte die Show viel mehr gebraucht.

Die Preisträger:

- Herbert Grönemeyer (Künstler National Rock/Pop)
- LaFee (Künstlerin National Rock/Pop)
- James Blunt (Künstler International Rock/Pop)
- Nelly Furtado (Künstlerin International Rock/Pop)
- Die Fantastischen Vier (Gruppe National Rock/Pop)
- Linkin Park (Gruppe International Rock/Pop)
- DJ Ötzi (Künstler Deutschsprachiger Schlager)
- Kastelruther Spatzen (Künstler Volkstümliche Musik)
- Bushido (Künstler National HipHop/R&B)
- 50 Cent (Künstler International HipHop/R&B)
- Die Ärzte (Gruppe National Rock Alternative)
- Nightwish (Gruppe International Rock/Alternative)
- Herbert Grönemeyer - "12" (Album des Jahres)
- DJ Ötzi & Nik P. - "Ein Stern (der deinen Namen trägt)" (Hit des Jahres)
- Till Brönner - "The Christmas Album" (Jazzproduktion des Jahres)
- Mark Medlock (Erfolgreichster Newcomer National)
- Mika (Erfolgreichster Newcomer International)
- Böhse Onkelz -"Vaya con tioz" (Erfolgreichste Musik-DVD-Produktion National)
- Bushido (Bester Live-Act National)
- Tokio Hotel - "Spring nicht" (Bestes Video National)
- Andreas Herbig (für Ville Vallo & Natalia Avelon, Ich + Ich, Sasha, Culcha Candela) (Produzent National)
- Rolf Zuckowski (Lebenswerk)
- Dieter Thomas Heck (Sonderpreis für herausragende Verdienste um die deutschsprachige Musik)
- Radio Fritz, Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) (Medienpartner des Jahres)
- jpc-schallplatten Versandhandelsgesellschaft mbH (Handelspartner des Jahres)


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Leser-Kommentare (2)
lena (20.03.07 - 20:45)
Ich liebe Bill

Tokio Hotel bekommen den echo weil es einfach die geilsten jungs im ganzen universum sind sie sind sooooooooooooooo geil die müssen den bekommen die anderen künstler sind sowas von scheiߟe th for ever ich liebe euch

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