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Sinnbus Conduits

 

Conduits: Hypnose  mit  Rock-Gitarren

Fünf Herren und eine Dame, allesamt Indie-Rocker, schließen sich zu einer Band zusammen, die die flirrenden Töne des Shoegaze der 70er in die Moderne holt. Conduits, wie die Band und ihr erstes Album heißt, ist ein interessantes Experiment

Von Martin Haldenmair

Aus sechs unterschiedlichen Bands kommen sie und sie bringen jeweils ihren eigenen Stil mit. Was passiert, wenn sich Eagle Seagull, Cursive, Neva Dinova, The Good Life, The Golden Age und Son Ambulance vermischen? Es kommen die Conduits heraus, eine noch unbekannte Band aus Omaha. Doch unbekannt dürften sie nicht lange bleiben, denn die sechs Conduits nehmen auf ihrem ersten Album den Hörer mit festen Griff in ihren Klangwelten des Post Rocks und Shoegazings gefangen.

CD: Alternativ

Conduits

Conduits

Veröffentlichtung: 12. Oktober 2012
Tracks: 9

Label: Beep Beep! Back Up the Truck (rough trade)

Bewertung:


Herbstliche Trance

Das ist ein Album für den Herbst: Wenn der Nebel draußen vorbeizieht, Regen leise ans Fenster trommelt und jeder sich ohne Grund ein bisschen müde fühlt, wird es Zeit, sich im leicht dunklen Zimmer auf dem Sofa einzurollen und die Conduits aufzulegen. Alternativ seien ihre Live-Shows zu empfehlen, auf denen die Zuschauer sich gemeinsam in Trance singen lassen.

#69 Conduits: The Wonder from Love Drunk on Vimeo.

Von den 70ern ins 21. Jahrhundert

"Top of the Hill", der erste Song steigt langsam ein mit zwei verzerrten, leicht auseinanderlaufenden Gitarren, die die atmosphärische Wand aufbauen. Jenna Morrison, die Leadsängerin der Band fängt die Atmo auf, bevor sie auseinanderfallen kann und führt mit ihrem Gesang die Melodie ein. Es ist wie eine Zeitreise in die 70er und wären wir bei MAX nicht ein so seriöses Magazin (unsere Anwälte raten uns dazu, dies zu sagen und dabei nicht zu kichern), würden wir sagen, dass wir das Gras fast schon riechen können. "Misery Train", der zweite Song eginnt ähnlich, wartet aber mit Beats aus der Gegenwart an und die Gitarren sind klarer. Hier kommen die Indie-Rocker wieder durch.

Die Highlights des Albums sind "The Wonder" und "Blood". Letzteres nimmt sich einige Anleihen von Led Zeppelin und wartet (endlich) mit einem kräftigeren Rhythmus auf. Ersteres ist eine Ballade mit einer Länge von acht Minuten und 20 Sekunden, die nach den ersten zwei, losgelösten Minuten abrupt die Stimmung wechselt, härter und verrauscht wird. Morrisons Stimme bleibt klar und abgetrennt von dem Gedröhn und Gebrumm der tiefen Instrumente, verabschiedet sich in der Mitte von den Worten und wandelt sich zu einem melodischen Schrei, mit dem sie den Song richtig zum Fliegen bringt. Wie gut die einzelnen Musiker harmonieren wird in "On the Day" klar, bei der sich die Hintergrundsänger eine Tonlage tiefer und ganz exakt der Leadsängerin folgen, so dass die Stimmen zu einer verschmelzen.

Ein vielversprechender Anfang

Am Ende ist doch ganz gut, dass das Album nur acht Songs enthält, denn auf die Dauer ähneln sie sich doch sehr stark. Die Band gibt der Stimmung Vorzug vor der Melodie. Das funktioniert, weil alle sechs gute und gut aufeinander eingespielte Musiker sind. Wir sind gespannt, wie sie diese Grundlage weiterentwickeln. Der Rausschmeißer, das siebenminütige "Well" deutet es schon an, dass da noch mehr in den Kanälen der Conduits steckt.

Mehr von der Band sehen Sie unserer Bildergalerie zu Conduits.

Weiterführender Link: Homepage von Conduits
Facebook-Seite von Conduits
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