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Ellen von Unwerth Britney Spears

 

Britney Spears: Britneys  Blackout

In letzter Zeit hörte man nichts von Popstar Britney Spears - zumindest musikalisch. Das soll sich jetzt ändern. Mit "Blackout" präsentiert der frühere Unschuldsengel sein fünftes Studioalbum - wäre es doch weiterhin still um die Sängerin geblieben.

Von Markus Weiß

Wenn Britney Spears in den letzten Jahren systematisch an etwas gearbeitet hat, dann an ihrem eigenen Absturz. Heirat, Scheidung, Heirat, Kinder, Drogen, Glatze, Alkohol, Nacktfotos - es gab kaum mehr eine Schlagzeile, die sich ihrem musikalischen Schaffen widmete. Stattdessen wurde ihr Privatleben bis ins kleinste Detail beleuchtet.

CD: Pop

Blackout

Britney Spears


Label: Sony BMG
VÖ: 26. Oktober 2007
Tracks: 12

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Bewertung:


Jetzt ist Barbie böse und möchte anscheinend zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen - sich musikalisch neu erfinden und gleichzeitig mit den Medien abrechnen. Im Stück "Piece Of Me" singt sie: "I'm Miss American Dream since I was 17, don't matter if I step on the scene, or sneak away to the Philippines, they still got pictures of my derrière in the magazine." Salopp übersetzt: Egal, was ich mache, die Medien bringen es. Bei allem Klartext, vielleicht hätte sie wie viele vor ihr lieber eine Autobiografie schreiben sollen, statt sie zu singen, und sich besser darauf konzentriert, gute Musik zu machen.

Robo-Pop mit Stimmverzerrer

Leider ist Britney dem Lalala ihrer vorherigen Alben treu geblieben. Von einer Neuerfindung oder Weiterentwicklung gibt es auf "Blackout" keine Spur, obwohl sie für ihr fünftes Album das schwedische Erfolgsduo Christian Karlsson und Pontus Winnberg ("Toxic") ins Boot holte. Es dominieren Robo-Pop mit Stimmverzerrer und Sex-Beat und das macht den Longplayer zu einer Elektro-Eintagsfliege, die vermutlich kometenhaft aufsteigt und dann schnell abstürzt. Lediglich der gute Beat tröstet über die fade Stimme hinweg. Kurz gesagt: Die (Ab)Rechnung geht nicht auf.

Schon immer war der Text in Spears' Musik nebensächlich. Ihr Ruhm basierte maßgeblich auf coolem Rhythmus und heißem Look. Spätestens mit ihrer Performance bei den MTV Music Awards bewies "Stripney", dass sie an ihrem Rhythmusgefühl arbeiten muss. Zu ihrem zugegebenermaßen eingängigen Song "Gimme More" ließ sich die zweifache Mutter auf der Suche nach dem Takt von Tänzern über die Bühne schieben.

Kein Ende in Sicht

Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Der Grammy-Gewinnerin ist es durchaus zuzutrauen, dass sie es noch mal an die Spitze schafft. Denn wenn Spears in ihrer Karriere etwas bewiesen hat, dann Durchhaltevermögen. Seit sie das Forbes-Magazin 1998 zum mächtigsten Prominenten des Showgeschäfts gewählt hat, hat der Teenie-Star viele Skandale und musikalische Entgleisungen überstanden. Die Welt wird noch lange etwas von Britney haben, denn wie sie selbst singt: "I'm Miss bad media karma, another day another drama."

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Leser-Kommentare (2)
Dennis (16.01.08 - 11:12)
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Bin absolut kein Britney-Fan aber als Journalist sollte man doch eine etwas neutralere Position beziehen. Lästern kann jeder...

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