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Von Julian Rohrer

Sind das überhaupt noch die von Akne geplagten Jungs, die am Anfang der 2000er mit ihrer frechen Art die Republik spalteten? Die wie ein wildgewordener Kindergartenclub durch das Ländle tobten und im Strampler die Herzen zahlreicher Fans eroberten? Klare Antwort: Nein! Und das ist auch gut so. Die Killerpilze sind nicht nur äußerlich gereift, nein, auch die Musik hat sich gewandelt - zum besseren! Alles hat mit der Trennung vom Major Label Universal Music begonnen. Seit 2009 stehen die drei verbliebenen Mitglieder der Urbesetzung auf eigenen Füßen und haben mit ihren jugendlichen Jahren sogar schon ein eigenes Label gegründet. Wie es heißt? Natürlich genauso giftig wie die Band: "killerpilzerecords".

Wir sind mehr!

Okay, liebe Killerpilze-Fans, jetzt müsst ihr stark sein: Die Killerpilze haben durch ihren jugendlichen Spirit und ihre sehr eingängige Musik überzeugt, nicht durch ihre Originalität. Ist euch egal? Auch gut, doch jetzt kommt die gute Nachricht: Die Pilze sind immer noch jung, ihre Musik nicht weniger eingängig, aber jetzt verbunden mit richtig guten Ideen! Das weiß auch die Band, wie der Jüngste im Bunde, Schlagzeuger Fabian, im Interview zugibt: "Die Arbeit zu dritt hat uns kreativ noch mal neue Horizonte eröffnet. Wir kennen keine Genregrenzen mehr und stehen auf alles, was neu und andersartig ist." Punk, Rock, Indie, Rap und ne Menge Hall auf der Stimme? Alles kein Problem mehr, denn die Killerpilze stauben nicht nur alles Gute ab, sondern wirbeln damit auch noch eine Menge Staub auf.

Teeniepop? Zeitgeist!

War's das dann? Auf keinen Fall! Denn die Jungs nehmen immer noch kein Blatt vor den Mund. Wenn ihnen etwas nicht gefällt, dann sagen sie das auch. Außerdem rauchen sie, trinken Bier und schnappen anderen die Mädels weg. Dürfen die das überhaupt? Aber natürlich, wir bitten darum! Der Teeniepop ist so schon langweilig genug. Wie Schwaben, ihre Heimat, klingen die Killerpilze schon lange nicht mehr. Das seit März veröffentlichte Album "Ein bisschen Zeitgeist" klingt nicht nur wie Berlin, es könnte auch aus Kreuzberg stammen. Davon kann man sich mit der neuen Single "Jubel und Staub" (10. Juni) und dem dazugehörigen Videoclip überzeugen lassen. Smudo von "Fantastische Vier" findet die Jungs richtig klasse. Wir auch.

Hier geht es zum Videoclip von "Jubel und Staub".

Hier geht es zur Bildergalerie mit den coolen Nachwuchsrockern.

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