Air: Luftleer
Das französische Musikerduo Air bleibt mit "Pocket Symphony" seinem kristallklaren Simpel-Sound treu. Doch wie schön kann minimalistisch sein?
Von Markus Weiß
Der Name ist Programm: Auf ihrem vierten Album "Pocket Symphony" klingen Air wie immer. Luftig, rein und beinahe meditativ. Gerade in der Einfachheit steckt das Erfolgsrezept der Band, die sich mit ihrem pastoral-atmosphärischen Easy-Listening-Pop von der Minimal-Music-Masse abhebt. Die erste Single-Auskopplung "Once upon a time" erinnert an ihr grandioses Debüt, doch leider ändert sich das beim Durchhören der folgenden elf Lieder drastisch - irgendwann wirkt der musikalische Einheitsbrei "air"-müdend.
CD: Pop
Pocket Symphony
Air
Label: Virgin Music
VÖ: 02.03.2007
Tracks: 12
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Bewertung: ![]()
Während Hits wie "Sexy Boy", "Kelly watch the stars" und "La femme d'argent" vom Debüt "Moon Safari" die Bandbreite des Könnens zeigen, kommen Jean Benoit Dunckel und Nicolas Godin mit "Pocket Symphony" an deren Abwechslungsreichtum nicht mehr heran. So stimmig und in sich geschlossen ihr viertes Album klingt, die Verlockung, den Finger Richtung Stop-Taste gleiten zu lassen, ist größer als beim Vorgänger "Talkie Walkie".
Vielleicht liegt das Geheimnis von "Pocket Symphony" gerade darin, das Hören dem Musikstil von Air anzupassen. Minimalismus ist angesagt! Wohl dosiert ist der Album-Neuling wie ein luftiges Baissier, im Ganzen liegt es schwer in den Ohren, wie Sandkuchen im Magen.
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