SUCHE BEI MAX

HomeCityguidePopkulturLifestyleShop
Dreamworks Pictures Tropic Thunder

 

Tropic Thunder: Komödie  Redux

Hier wird Hollywood nicht einfach durch den Kakao gezogen, sondern deutlich übel riechender veralbert: Selten waren Witze über Vietnamfilme, irrsinnige Produzenten und größenwahnsinnige Schauspieler so respektlos - das reichte sogar für eine Oskar-Nominierung!

Von Michael Suck

Am besten ist Hollywood immer dann, wenn sich die Traumfabrik mit sich selbst befasst - schließlich kennt man sich im eigenen Metier bestens aus. Und so funktioniert auch "Tropic Thunder" in den besten Momenten als bös-bissige Komödie, die sich nicht vor ähnlichen bereits geadelten Werken wie Robert Altmans "The Player" verstecken braucht. Es sind dies vor allem die ersten 20 Minuten des Films, in denen eine eitle Schar verwöhnter Hollywood-Mimen beim Filmen eines Vietnamkriegs gezeigt wird. Produzent und Hauptdarsteller Ben Stiller gelingt es hier, mit viel Witz die Luft aus den aufgeblasenen Hollywood-Egos raus zulassen und dabei sogar noch das gesamte Genre des Kriegsfilms respektlos auf die Schippe zu nehmen - Komödie Redux sozusagen.

DVD: Komödie

Tropic Thunder

von Paramount Home Entertainment

Regie: Ben Stiller
Darsteller: Ben Stiller, Jack Black, Steve Coogan, Brandon T. Jackson
Laufzeit: 120 min.
Extras: Extraszenen, Trailer, Featurette, Audiokommentar

Bewertung:


So lässt er Robert Downey Jr. als Karikatur eines "Method Actors" auftreten, der zufällig aus Australien kommt und als Weißer einen Schwarzen spielt, weil er unbedingt noch einen Oscar will - niemand anderes als Russell Crowe ist hier natürlich gemeint. Ein noch besseres Opfer wäre natürlich der Ober-Scientologe Tom Cruise gewesen, aber der veralbert sich gleich selbst, wenn auch kaum mehr erkennbar in seinem abstrusen Fettanzug.

Bei all den satirischen Highlights funktioniert "Tropic Thunder" aber auch als ganz normale Komödie, wenn auch eher als mittelmäßige. In dem Augenblick, in dem die Darsteller-Riege des Films im Film sich im Dschungel verirrt, sinkt das Niveau langsam, aber stetig. Zunächst ist es ja noch ganz lustig, wie in klassischer Screwball-Manier die Darsteller des Vietnam-Streifens die echte Gefahr nur für einen besonders tollen Regie-Einfall halten. Aber nach rund einer Stunde ist die Luft etwas raus, und die ewigen Blödeleien von Jack Black fangen an zu nerven.

Auf Blu-ray noch schärfer

Sieht man aber darüber hinweg, bleibt "Tropic Thudner" dennoch als Spaß-Spektakel in Erinnerung. Das ist auf Blu-ray gleich noch größer, denn zum einen liegt der Film hier exklusiv als "Director´s Cut" vor, zum andren gibt es noch reichlich Zusatzmaterial.

Der "Director´s Cut" ist dabei rund 15 Minuten länger als die Kinoversion, hilft dem Film aber auch nicht auf die Sprünge - die besten Witze sind auch schon in der ursprünglichen Fassung zu sehen. Ein echtes Highlight ist hingegen die fiktive 30-minütige Dokumentation "Rain of Madness" des ebenso fiktiven deutschen (!) Dokumentarfilmers "Jan Jürgen". Dieser beobachtet nicht etwa den Dreh des "echten" Films Tropic Thunders, sondern den Film im Film. Und es gibt ihn sogar im Internet: Unter www.rainofmadness.com erzählt Jan Jürgen noch mehr von seiner Arbeit - so schafft sich die Traumfabrik einmal mehr ihre eigene perfekte Illusion.

Bildergalerie

PASSENDES IM NETZ
Leser-Kommentare
BEITRAG SCHREIBEN

Überschrift

Name


Ihr Kommentar 
AGB

Beitrag abschicken

Kuriositätenkabinett

Kuriositätenkabinett Reuters Fotogaleriezur Fotogalerie