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Julian Rohrer Ritter-Spaß

 

Die Tempelherren: Traumfilm

Am Anfang stand die Frage, was ein einzelner Mensch schaffen kann. Die Geschichte eines Mannes, der einen Film drehen wollte ...

Von Julian Rohrer

"Als ich vor einigen Jahren im Kino saß und mit großen Augen die Eröffnungssequenz von 'Herr der Ringe' sah, war schlagartig alles wieder da." Diese Worte stammen aus dem Munde von Andreas Leffler, Filmfan, Kampfkünstler - und seit diesem Jahr Regisseur. Andreas Leffler hatte diesen Traum, etwas Einzigartiges auf die Beine zu stellen: Er wollte einen Film drehen. Schon 2003 begann er sich für das Thema Mittelalter, und dabei speziell für die Tempelritter, zu begeistern.

Der Kampf mit dem Film

Die wilde Zeit der Kreuzzüge, die Zeit dieses extremen Culture Clashs im Mittelalter, ist ein Thema, das viele sogenannte Reenactment-Gruppen fasziniert. Reenactors sind Menschen, die versuchen, eine historische Zeit wiederaufleben zu lassen. So rekonstruierte Andreas Leffler als klassischer Reenactor bald eine Welt voller Kampf, Mystik und Religion - mit dem Anspruch, Gewänder und Waffen möglichst nahe an der historischen Realität anzusiedeln. Doch dabei sollte es nicht bleiben...

Zeitsprung in das Jahr 2008: Seit dem Beginn der Umsetzung des Films "Die Tempelherren - das gespaltene Kreuz" ist ein Jahr vergangen. Das Team um Andres Leffler befindet sich in der brütenden Hitze Südfrankreichs und beginnt damit, was es seit zehn Monaten vorbereitet hat: die Hauptdreharbeiten für den Thriller, der im Mittelalter spielt. Es wird für zwei Wochen ein Trip durch die Hölle. Hitze, Stunts, Verletzungen, Unwegbarkeiten - es passiert jeden Tag etwas anderes, das das Team vor neue Herausforderungen stellt.

Die Premiere

Am 2. Oktober 2009 versammelten sich ca. 150 Menschen vor dem Kino in Gräfelfing bei München. Es war der große Tag, das Projekt Amateurfilm, erlangte seinen Höhepunkt. Mit 40.000 Euro, knapp 70 Schauspielern und insgesamt knapp 20 Drehtagen hat Andreas Leffler etwas erschaffen, das man einem vormalig völlig Unbedarften nie zugetraut hätte: 90 Minuten voller Action, Spannung und mittelalterlicher Epik.

Als der Kinosaal dunkel wurde, spürte man die Anspannung im Saal. Freunde und Verwandte fragten sich ein letztes Mal, was der "Andi" da wohl auf die Beine gestellt hatte. Es begann mit dem Original-Soundtrack von Evolucija, einer schweizerischen Rock-Band. Nach zwei Stunden blickte man in einen Saal voller glücklicher Gesichter. Ja, Andreas Leffler hatte es geschafft. Er hatte sich seinen Traum erfüllt.

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