Scoop: Mordsspass
Alle Jahre wieder produziert Woody Allen ein Meisterwerk. Diesen Herbst gibt es klassische Krimikost mit der üblichen Dosis schwarzer Humor und einer charmant komischen Scarlett Johansson
Dunkle Seitengassen, verlassene Fabrikgelände, neblige Hinterhöfe: Informanten trifft man in der Regel an den seltsamsten Stellen. Der Schrank eines Zauberers ist als Treffpunkt vermutlich weniger populär. Genau dort begegnet Sondra Pransky (Scarlett Johansson, "The Black Dahlia") jedoch dem Reporter Joe Strombel (Ian McShane, "Deadwood"). Er gibt der Journalismus-Studentin den Tipp ihres Lebens, mit dem sie die Identität eines mysteriösen Serienmörders aufdecken könnte. An sich eine nette Geste unter Kollegen, gäbe es nicht einen kleinen Haken: Joe Strombel ist tot. Bereits vor einiger Zeit haben seine Freunde den rasenden Reporter zur letzten Ruhe gebettet. So ruhig, wie sie vermutlich denken, verhält sich der Skandal-Schreiber jedoch gar nicht. Gefangen in der Vorhölle ist er vom Wunsch getrieben, die Identität des sogenannten Tarotkarten-Killers aufzudecken.
Scoop
Der Knüller
Regie: Woody Allen
Darsteller: Scarlett Johansson, Hugh Jackman, Ian McShane u.a.
Genre: Kriminalkomödie
Kinostart: 16.11.2006
In der lebhaften Journalismus-Studentin Sondra Pransky scheint er die geeignete Hilfe gefunden zu haben. So sehr die auch von dem gespenstischen Aufeinandertreffen im Zauberschrank des Magiers Splendini (Woody Allen, "Matchpoint") verwirrt ist; sie kann nicht widerstehen und macht sich gemeinsam mit dem Zauberer auf die Suche nach dem gefährlichen Serienmörder. Alle Spuren führen zum rätselhaften Aristokraten Peter Lyman (Hugh Jackman, "X-Men"). Doch kann dieser Herzensbrecher wirklich der gesuchte Mörder sein?
Nach "Matchpoint" ist Scoop bereits der zweite Film, den Regie-Veteran Allen in London dreht. "London ist ein wunderbarer Ort zum Drehen", so Allen. "Es ist ein ungewöhnlich hübsche Stadt." Auch in puncto Besetzung wurde der Regisseur zum Wiederholungstäter. Bereits zum zweiten Mal engagierte er die amtierende "Sexiest Woman Alive", Scarlett Johansson.
Dabei tauchte die Rolle der Sondra in den anfänglichen Plänen für den Film überhaupt nicht auf. "Ursprünglich war die Idee die eines Reporters, so beharrlich und getrieben, dass er zurückkehrt aus dem Jenseits, um doch noch seine Geschichte zu bekommen. Dass da eine gute Story war, die etwas hergab, erfuhr er erst nach seinem Tod, und nichts konnte ihn davon abhalten, den Hintergrund aufzudecken. Eine Hommage an erstklassigen Aufklärungsjournalismus."
Mit Scarlett Johansson hat der Altmeister unter den Filmemachern das große Los gezogen. Es sei, als habe er den Jackpot geknackt. Scarlett sei sexy, klug, lustig und habe eine schnelle Auffassungsgabe. "Es gibt ein paar Menschen, mit denen ich im Lauf der Jahre gearbeitet habe - Diane Keaton war eine davon - die waren einfach von Talent geschlagen. Das ist auch Scarlett." Es scheint, als hätte Allen eine neue Muse gefunden. Vielleicht planen die beiden schon ein weiteres gemeinsames Projekt. Reine Zauberei wäre das nicht.
(mw/Constantin Film)
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