Saw 3D: Ausgesägt?
"Ich will ein Spiel spielen". Seit sechs Jahren wissen wir: Dieser Satz bringt Schmerzen. Der Killer Jigsaw spielt gerne Spiele - oder so nennt er seine kranken Fallen, denen man nur entkommen kann, wann man bereit ist, etwas zu opfern. Einen Fuß beispielsweise. Oder einen Mitmenschen. Das Spiel geht nun in die siebte Runde und als besonderen Bonus sind Jigsaws Fallen nun in 3D.
Von Martin Haldenmair
Die umgekehrte Bärenfalle, dieses grauenhafte Ding, wurde zur Ikone der Film-Reihe. Die einzige Konstruktion des irren Killers, die nie jemanden umgebracht hat. Doch irgendwann muss sie wohl doch aufklappen und ihr blutiges Werk verrichten. Und damit sind wir beim - wahrscheinlich - letzten Kapitel der "Saw"-Reihe. Auf Deutsch kommt es als "Die Vollendung" in die Kinos, in den USA hieß es tatsächlich ganz prosaisch "The Final Chapter".
Wiedersehen mit beschädigten Freunden
Neben den richtig fiesen Fallen gibt es ein Wiedersehen mit verschiedenen Figuren aus den einzelnen Filmen Dr. Lawrence Gordon (Cary Elwes), der sich am Ende des ersten Teils seinen Fuß absägte, taucht wieder auf, Jill Tuck (Betsy Russell), die Ex-Frau des zweiten Jigsaw-Killers fürchtet um ihr Leben. Und Amanda Young (Shawnee Smith), die fast zu Jigsaws Nachfolger geworden wäre, schaut in ihrem obligatorischen Flashback vorbei.
Schlusspunkt?
"Saw 7" zieht also nichts Neues mehr aus der tödlichen Clownskiste. Stattdessen gibt die letzte Folge der Serie Antworten auf nie gelöste (manchmal nie gestellte) Fragen: Was mit bestimmten Leuten passierte und was ihre Motive waren. Regisseur Kevin Greutert, seit dem sechsten Teil am Ruder, versucht damit, die Serie - zuletzt an der Kinokasse schon schwach auf der Brust - zu einem würdigen Abschluss zu bringen.
Fiese Fallen
Dazu gibt es natürlich wieder eine Reihe infernalischer Apparaturen, mit viel ölig glänzendem Metal und bös scharfer Klingen. Die raffinierteste vielleicht ist das tödliche Liebesdreieck: Zwei Männer, angekettet an eine Sägebank haben die Wahl, sich oder ihre untreue Freundin aufsägen zu lassen. Die besondere Pointe: das Ganze geschieht in einem Kaufhaus, vor einer Schar untätiger Gaffer.
Spieße ins Publikum
Aufgepeppt wird der letzte Teil mit 3D-Effekten. Gedreht wurde mit einem digitalen 3D-Kamerasystem, bekannt von James Camerons "Avatar": Die Effekte sind also genuin, nicht in der Postproduktion eingefügt, wie so unglücklich geschehen in Shyamalans "Die Legende von Aang". So schießen die Fleischerhaken und die Sägeblätter nicht nur aus den Wänden sondern auch aus der Leinwand. Auch wenn diese einfache Attraktion die Kritiker nicht zu überzeugen wusste - in den USA erreichte der Film am Startwochenende Platz Eins in den Charts. In Deutschland kommt das Splatter-Spektakel am 2. Dezember in die Kinos.
Neugierig geworden? In unserem exklusiven Clip erfahren Sie mehr über Jills Schicksal.
Den Trailer zu "Saw 3D" sehen Sie in unserer Galerie der "Saw"-Trailer.
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