SUCHE BEI MAX

HomeCityguidePopkulturLifestyleShop
Paramount Paranormal Activity 3

 

Paranormal Activity 3: Der  Grusel  im  Publikums-Check

"Paranormal Activity 3" hat beste Chancen, der erfolgreichste Horrorfilm aller Zeiten zu werden. Was macht die Reihe beim Publikum so beliebt? Wir haben bei einer Vorführung nicht nur auf die Leinwand geschaut.

Von Philipp Stute

"Paranormal Activity 3" spielte in den USA allein am Startwochenende 52,6 Millionen Dollar ein. Auch in Deutschland ist der Film auf dem Weg zum Kassenschlager - daran lässt der Blick in einen einzigen Münchner Kinosaal keinen Zweifel. Fast 800 Zuschauer füllen den Saal. Zur Bestimmung der Horror-Zielgruppe reicht ein Blick durch die Reihen: Sie ist sehr jung und schätzt eine ähnliche Garderobe. Wohin wir auch blicken, wir sehen Jungs mit Caps und Daunenjacken neben aufgestylten Mädels mit kurzen Röckchen, über 20 sind wohl nur wenige. Die Horrorfans erscheinen bevorzugt in großen Gruppen und demonstrieren lässig die eigene Furchtlosigkeit.

Alle wollen Angst haben

In Reihe F teilen ein paar Jungs gerade ihr mitgebrachten Burger-Vorräte auf. Sie eint eine klare Erwartungshaltung: "Wir wollen uns schocken lassen, so richtig heftig." Wie ernst sie das meinen, offenbart sich nach zehn Minuten, als der Film endlich den ersten müden Gruseleffekt herausrückt - Bingo: kleines Mädchen, schwarze Haare, überraschender Auftritt. Die Jungs schreien entsetzt auf, und haben danach alle Mühe, ihren Schrecken durch lockere Sprüche zu kaschieren. Auch der Rest des Publikums ist offenbar fest gewillt, sich zu ängstigen. Davon lässt es sich auch durch vorhersehbare Uralt-Gruseltricks nicht abhalten, im Gegenteil: je bekannter das Motiv, desto größer scheint die Freude. Egal, ob eine Tür zufällt, ein vermeintliches Monster aus dem Schrank stürmt oder geheimnisvolle Schritte ertönen: Das Publikum quiekt, schreit und trampelt. Alle fürchten sich aufs Köstlichste.

Kommentare, Witze und Popcorn

Die Rahmenhandlung des Films ist krude - aber das stört die wenigsten Zuschauer. Die Jungs aus Reihe F nutzen die Längen zwischen den Gruselszenen gern zur munteren Plauderei über die sexuellen Präferenzen des unsichtbaren Dämons. Oder zum Popcorn-Weitwurf. Auch der Rest des Publikums ist diskussionsfreudig: Anmerkungen und kritische Kommentare werden gerne in die ganze Weite des Saales geworfen, das heißt gebrüllt. So fliegen über den Köpfen des Publikums muntere Dialoge, jeder einzelne raffinierter als die des Films. Nicht alle Zuschauer sind so souverän im Umgang mit dem Spuk auf der Leinwand. Als der Film gegen Ende die Taktzahl und Drastik der schaurigen Überraschungen erhöht, packt eine junge Frau aus einer der vorderen Reihen ihr Jacke und stürmt aus dem Saal - begleitet von hämischen Kommentaren der hartgesotteneren Kinobesucher.

Nach gefühlt deutlich längeren 77 Minuten ist die paranormale Ödnis vorbei. Die Schock-Experten aus Reihe F ziehen zufrieden ihr Fazit: "Hammer. Außer das Ende." Aber den mauen Schluss dürfte das Publikum der "Paranormal Activity"-Reihe nicht allzu lange übel nehmen. Wenn ihre Macher weiterhin all die zufallenden Türen und huschenden Schatten im richtigen Takt platzieren und genug Längen zum Popcorn-Werfen einbaut, wird sicher auch Teil 4 ein Hit.

Doch so leicht wollen wir die Geister nicht davon kommen lassen. Was wir - bei allem Spaß mit den Gruselfans im Kino - über den Film als Film denken, lesen Sie auf der nächsten Seite.


1 | 2 | 3

vor
PASSENDES IM NETZ
Leser-Kommentare (3)
Ak47 (21.11.11 - 07:09)
Neeeee

Der film ist absolut schlecht. 45 minuten passiert ma nix ausser knallen und erdbeben. Dann 2 versuche zu schocken. Kinoeintritt umsonst bezahlt. Für mich die goldene Himbeere.

BEITRAG SCHREIBEN

Überschrift

Name


Ihr Kommentar 
AGB

Beitrag abschicken

Paranormal Activity 3

Zum Betrachten der Videos benötigen Sie den Flash Player 8

Paranormal Activity

Zum Betrachten der Videos benötigen Sie den Flash Player 8
Anzeige