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Paramount Mission: Impossible - Phantom Protokoll

 

Mission: Impossible 4: Der  amerikanische  James  Bond  ist  zurück

Der vierte Teil der "Mission: Impossible"-Serie kommt am 15.12. in die Kinos ... und überrascht mit einem neuen Team, einem neuen Regisseur und neuen, dennoch sehr bekannten Feinden.

Von Simon Heinrich

Ethan Hunt und seine Crew von der Impossible Mission Force (IMF) haben einen neuen, aber klassischen Gegner - die Russen. Auf den Kreml wurde ein Bombenattentat verübt und die amerikanischen Agenten werden dahinter vermutet. Da der amerikanische Präsident allerdings das "Phantom Protokoll" aktiviert, das die Agenten der IMF leugnet und somit vogelfrei macht, geht es für sie nicht nur um einen Auftrag, sondern um die eigene Existenz.

Eine Gruppe der IMF rund um Jane Carter (gespielt von Paula Patton) und Benji Dunn (gespielt von Simon Pegg) soll einen Kurier finden, der geheime Nuklearabschusscodes bei sich führt. Die Mission scheitert jedoch und ein an der Mission beteiligter Agent kommt ums Leben. Kurz danach muss der Anführer der Truppe, Ethan Hunt (Tom Cruise), aus einem russischen Gefängnis befreit werden. Das nun vereinte Team bekommt den Auftrag in den Kreml einzubrechen, um Informationen über einen Mann mit dem Decknamen "Cobald" zu beschaffen, den eigentlichen Empfänger der Abschusscodes. Dieser lässt jedoch während des Einsatzes die Tarnung des Teams auffliegen, sodass sie aus dem Kreml fliehen müssen. Auf der Flucht detoniert im Nordteil des Kremls eine Bombe - ein Terrorakt der Amerikaner? Davon gehen zumindest die Russen aus, sodass dem amerikanischen Präsidenten nichts anderes übrig bleibt, als das "Phantom Protokoll" zu aktivieren. Demnach wird jede Verbindung zwischen den Agenten und der USA geleugnet und die Agenten sind auf sich alleine gestellt.

Eine Reise um die Welt

Kurz darauf stößt mit William Brandt (Jeremy Renner) ein weiteres Mitglied zu Hunts Truppe. Zunächst erscheint er ein einfacher Schreibtischanalyst zu sein, doch im Verlauf des Films wird er sich als eine weitaus komplexere Person darstellen. Hunt muss nun mit einem Team zusammenarbeiten, das ihm weitestgehend fremd ist und er selbst nicht zusammengestellt hat. Lediglich Benji Dunn ist dem Anführer der Truppe bekannt, allerdings noch als Computerfreak am Schreibtisch. Um an die Nuklearabschusscodes zu kommen und den geheimnisvollen "Cobald" von einem nuklearen Erstschlag gegen die Vereinigten Staaten abzuhalten, fliegt das Team rund um Ethan Hunt in gewohnter Mission: Impossible - Manier um die ganze Welt. Stationen sind unter anderem Dubai und Mumbai, wo es dann zum großen Showdown kommt.

Mission: Impossible - Phantom Protokoll überrascht gerade damit, dass er nicht versucht zu überraschen. Die Fortsetzung der Fortsetzung eines erfolgreichen Films leidet in der Regel daran, dass unbedingt noch mehr Action und Special Effects obendrauf gepackt werden müssen, um ihm eine Daseinsberechtigung zu geben. In den allerseltensten Filmen geht das gut. Dieser Gefahr ist hier jedoch das Produktionsteam rund um JJ. Abrams,dem Regisseur vom M:I 3 und jetzigen Produzenten und dem Regisseur Brad Bird nicht erlegen. Der Film reiht sich in seiner Machart nahtlos an die bisherigen Teile ein. Es wird gerannt, geschossen, abgeseilt und verkleidet - und das an allen Ecken der Welt.

Crewmitglieder sinnvoll ausgesucht

Interessant ist die Wahl des Regisseurs und Darsteller. Tom Cruise ist die einzig wahre Konstante. Zwar war Simon Pegg auch schon im dritten Teil vertreten, jedoch nur in einer eher unwichtigen Nebenrolle als Computernerd hinterm Schreibtisch. Im Vierten wurde er zum Agenten befördert. Und diese Wahl hat einen durchaus guten Einfluss auf den Film, denn Pegg als geborener Comedian zaubert dem Zuschauer immer wieder ein Lachen ins Gesicht. Die Wahl, mit Paula Patton eine Frau mit ins Agenteneam zu holen, kann ebenso als gelungen angesehen werden. Einerseits spielt sie authentisch eine knallharte Agentin, andererseits kann sie auch durch ihr Aussehen trumpfen, sodass sie im Abendkleid mehr einem Bondgirl ähnelt und den männlichen Zuschauer auch etwas fürs Auge bietet..

Zuletzt ist der Regisseur Brad Bird eine sehr interessante, aber auch gewagte Wahl. Er ist doppelter Oscar-Gewinner, allerdings mit The Incredibles und Ratatouille, also zwei Animationsfilmen. M:I - PhantomProtokoll ist sein erster Film, der nicht am Computer entstanden ist. Vielleicht ist es daher vor allem ihm und seinem Regiedebüt in der Welt der Lebenden zu verdanken, dass Mission: Impossible - Phantom Protokoll nicht über das Ziel hinausschießt und eine gute Action-Unterhaltung bietet.

Mehr zum Film erzählen Regisseur Brad Bird und die Schauspieler Paula Patton und Simon Pegg im Interview.

In unserer Bildergalerie und im Trailer zu "Mission: Impossible: Phantom Protokoll.


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