Fluch der Karibik 3: Harter Sturm
Regisseur Gore Verbinski lässt in "Fluch der Karibik 3" im wahrsten Sinne des Wortes die Fetzen fliegen und stapelt unzählige Tote. Für den süffisanten Humor der ersten beiden Teile bleibt nur wenig Platz.
Von Christoph Baumeister
Was war das für ein Auftritt im ersten Teil von "Fluch der Karibik", als Jack Sparrow (Johnny Depp) mit bedeutungsschwangerem Blick auf dem Aussichtsturm seines sinkenden Schiffes in den Hafen "einsank" und mit lässigem Schritt den Steg betrat. Es war die Geburtsstunde einer neuen Spezies, eines bisher nicht gekannten Typus der Seefahrer. Jack Sparrow, ein leicht tuntiger, immer schwankender, aber extrem cleverer Piratenkapitän. Eine Figur, die dem gesamten Genre der Korsarenfilme einen gänzlich frischen Wind einhauchte - angenehm humorvoll und überraschend originell.
DVD: Action
Fluch der Karibik 3
Von Gore Verbinski
Besetzung: Johnny Depp, Orlando Bloom, Keira Knightley,
Chow Yun-Fat, Geoffrey Rush, Bill Nighy
Kinostart: 24.05.2007
Bewertung: ![]()
Von dieser Leichtigkeit ist wenig geblieben. Allein die Anfangsequenz, in der Männer, Frauen und schließlich auch ein Kind gnadenlos gehängt werden, macht deutlich, wohin die Reise im dritten Teil der Fluch-Saga geht. Sie ist düster und brutal. Ein bombastisches Gemetzel, geprägt von berstenden Masten, splitterndem Holz und unzähligen toten Seemännern. Was Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer, der für Kassenschlager wie "The Rock" und "Armageddon" verantwortlich ist, auf die Leinwand bannen ließ, ist schlichtweg atemraubend.
Konsequent, aber auch erdrückend. Denn unter dem donnernden Kanonenkugelhagel bleibt nur wenig Platz für die komplexe Story und die vielen Charaktere. So wirken Will Turner (Orlando Bloom), Elizabeth Swann (Keira Knightley) und Captain Barbossa (Geoffrey Rush) während der 164 Minuten leider nur wie Spielbälle eines gigantischen Actionspektakels. Als wären sie ein notwendiges Übel für die Zelebrierung eines fulminanten Feuerwerks an Spezial-Effekten. Für charakterliche Tiefe, die sie noch in den ersten beiden Teilen erfahren durften, blieb kein Platz.
Immerhin gelingt es Regisseur Gore Verbinski, die offenen Handlungsstränge zu einem festen Tau zusammenzufügen, auch wenn die eine oder andere Figur nur mit einem schlichten Schwerthieb aus der Szenerie verabschiedet wird. Und Jack? Der laviert sich weiter mit wirrem Blick und fuchtelnden Händen durch den Plot und bleibt auch in diesem von Gigantismus getriebenen Machwerk eine angenehme Konstante.
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Leser-Kommentare (3)
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"JACK UND LIZ 4 EVER??????????" Das ist unmöglich!!!!!!!! Jack ist viel zu untreu und daher hat er Elisabeth nicht verdient!!!!!! ELISABETH UND WILL 4 EVEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEER!!!!!!!!!!!!
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