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20th Century Fox Predators

 

Filmstarts der Woche: Neu  ab  8.  Juli

Action, Komödie oder Thriller: MAX Online präsentiert die aktuellen Kinohighlights. Ab 8. Juli holen sich die Predators neun Menschen zum Jagen, versucht eine wohlhabende New Yorkerin ihr Gewissen zu beruhigen, erzählt der älteste Mann der Welt verwirrende Geschichten über die Liebe und Ricky Gervais lügt sich zum Erfolg.

Von Martin Haldenmair

"Predators"

Ein blendenes Licht reißt den Ex-Soldaten Royce (Adrien Brody, zuletzt in "Splice" zu sehen) mitten aus einem Kampf. Er findet sich unter einem fremden Himmel in einem dichten Dschungel wieder. Sieben weitere Menschen werden ebenfalls auf hierher geschleudert: der schwertschwingende Yakuza Hanzo (Louis Ozawa Changchien), die israelische Scharfschützin Isabelle (Alice Braga), der schweigsame Arzt Edwin (Topher Grace), der Serienkiller Walter Stans (Walton Goggins), der Vollstrecker einer Drogengang Cuchillo (Danny Trejo), der russische Elitesoldat Nikolai (Oleg Taktarov), sowie der afrikanische Warlord Mombasa (Mahershalalhashbaz Ali). In einer Höhle treffen sie auf Noland (Laurence Fishburne), der schon mehrere Jahre dort lebt und ihnen erklaren kann, wo sie sind: in einem außerirdischen Jagdgebiet. Sie, die Menschen, sind das Jagdwild. Royce schweißt die zunächst unwillige Gruppe zusammen und beschließt, den Spieß umzudrehen. Die menschlichen Raubtiere ("predators" auf Englisch) wollen den Außerirdischen den Garaus machen. Doch die sind listig und gut bewaffnet.

1987 landete der erste Predator auf der Erde umd machte sich einen Spaß daraus, Eilitesoldaten zu jagen. Er scheiterte schließlich an Arnold Schwarzenegger. 1990 merzte Danny Glover einen weiteren der außerirdischen Waidmänner aus. Danach wurde es finster für die Menschheit, denn das Predator-Franchise überkreuzte sich mit dem Alien-Franchise: Bei den Kämpfen der beiden Bestien 2000 und 2007 waren Menschen allerhöchstens Kollateralschaden. Von der teilweise unfreiwillig komischen Serie will Robert Rodriguez nichts wissen. Er schrieb schon 1994 eine Fortsetzung zum zweiten Teil. Mit Nimród Antal (zuletzt mit dem Actionkracher "Armored" in den Kinos) als Regisseur - selbst großer Fan des Originals - produzierte er den lange fälligen dritten Teil.

Zum Trailer von"Predators". Featurettes über Robert Rodriguez, Nimród Antal, Louis Ozawa Changchien und Adrien Brody sehen Sie hier.

"Lügen macht erfinderisch"

Eine Welt der ehrlichen Politiker und der aufrichtigen Werbung, eine Welt ohne Lüge - ein Albtraum für Mark Bellison (Ricky Gervais). Mal ganz abgesehen davon, dass er als Drehbuchautor nichts erfinden kann, nur historische Fakten nacherzählen darf, ist sein Privatleben die Hölle: beim ersten Rendezvous mit Anna (Jennifer Garner) erklärt sie ihm, dass er sich keine große Hoffnungen machen solle, er sei zu dick. Und auch sonst nicht attraktiv. Zum Essen einladen lasse sie sich trotzdem gern. Marks Welt ändert sich grundlegend, als er auf der Bank einen Irrtum zu seinen Gunsten nicht korrigiert: die erste, einfache, bescheidene Lüge ist geboren. Zu lügen bringt ihm schon mal Geld. Wenig später auch Berühmtheit und Ansehen, denn seine lügenfreien Mitmenschen nehmen Marks Worte für bare Münze. Auch die über das Leben nach dem Tode. Flugs wird der Versager zum Guru.

Den fiesen Büromenschen Stromberg (Christoph Maria Herbst) aus der gleichnamigen Serie kennt bei uns fast jeder. Er hat ein britisches Vorbild, das vielleicht noch fieser ist: David Brent aus der BBC-Serie "The Office", gespielt von Ricky Gervais. Beim britischen Publikum ist der Schauspieler und Drehbuchautor für seinen staubkorntrockenen Humor und seine Selbstironie bekannt. Mit "Lügen macht erfinderisch" legt er sein Filmregiedebut hin.

Zum Trailer von "Lügen macht erfinderisch".

"Mr. Nobody"

Sensation! In einer Welt der ewigen Jugend gibt es einen alten Mann (Jared Leto). Er feiert seinen 118. Geburtstag. Neugierig wollen die Medien der neuen unsterblichen Welt wissen, wie das Leben früher so war, als es noch Liebe und Tod gab. Doch er kann sich an kaum mehr erinnern als an sein Alter und seinen Namen: Mr. Nemo Nobody. Von einem Arzt hypnotisiert, kommen seine Erinnerungen zurück und er beginnt - zur zunehmenden Verwirrung der Zuhörer - zu erzählen: Er ist acht Jahre alt und seine Eltern trennen sich. Er bleibt bei seinem Vater in England. Und er geht zu seiner Mutter nach Kanada. Mit 16 (nun gespielt von Toby Regbo) verliebt er sich in England in Elise (Clare Stone). In Kanada verliebt er sich in Anna (Diane Kruger). Außerdem heiratet er spontan Jeanne (Audrey Giacomini). Für Nemo gibt es bei der Liebe kein Entweder-oder, sondern nur das Sowohl-als-auch. So verzweigt sich seine Geschichte weiter und weiter. Die verschiedenen Stränge überkreuzen sich, führen in glückliche Ehen, zerrüttete Ehen und sogar auf den Mars. Nur zu einem Ende kommen sie nie. Ist vielleicht auch die Zukunft nur eine mögliche Facette seiner Erzählungen, auch die Zuhörer nur Teil seiner Fantasie?

7 Jahre hatte sich Regisseur und Drehbuchautor Jaco van Dormael seit "Der achte Tag" aus dem Filmgeschäft zurückgezogen. Fast so lange dauerte es auch, um Geldgeber für dieses mit 30 Millionen Euro extrem teure europäische Filmprojekt zu gewinnen.

Szenen aus und den Trailer von "Mr. Nobody".

"Please Give"

Wenn nur nicht diese Schuldgefühle wären! Kate (Catherine Keener) und Alex (Oliver Platt) leben in einem schicken New Yorker Apartment und verdienen gutes Geld damit, alte Möbel auf hip umzumodeln und zu verkaufen. In New York wohnt die Armut aber nur knapp außerhalb ihrer nußbaumverschalten Wohnungstür. Vor allem Kates Gewissen leidet des öfteren an ihrer sinnlosen, luxuriösen Existenz. Was sie mit Wohltätigkeit zu kompensieren versucht. Ihre Tochter Abby (Sarah Steele), findet es zwar ganz lustig, dass Kate auf offener Straße Geld verschenkt, versteht aber nicht, warum sie dann keine 200 Dollar für die lang gesuchte perfekte Jeans bekommt. Und dann spechtet die ganze Familie noch auf das Nachbarapartment, das sie so schön mit dem eigenen verbinden könnten. Die Mieterin, eine alte Frau, muss nur noch wegsterben. Bis dahin begegnet man ihr mit ausgesuchter Freundlichkeit und gierigen Augen.

Glücklicherweise hatte sich eine Freundin der Regisseurin Nicole Holofcener in New York ein frisch renoviertes Apartment zugelegt, nur um sich schuldig zu fühlen, als sie von ihrem Fenster aus Bettler sah. Gemächlich und unaufdringlich komisch geht der Holofceners Film dieser "White Guilt" nach. Gedreht wurde übrigens tatsächlich teilweise in eben jenem Apartment, das Holofcenter die Idee zu dem Film gab.

Zum Trailer von"Please Give".

Sehen Sie Szenen der aktuellen Filme in der Bildergalerie.

Was sonst noch läuft und was demnächst startet, sehen Sie in unserer Galerie der Filmtrailer
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