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Realfiction Auf der sicheren Seite

 

Filmstarts der Woche: Neu  ab  29.  April

Action, Komödie oder Thriller: MAX Online präsentiert die aktuellen Kinohighlights. Ab 29. April sucht ein Teufel das gelobte Land, Menschen wohnen glücklich hinter Gittern, ein Durchschnittstyp angelt sich eine Traumfrau und ein Altmeister erklärt seiner Heimat seine Liebe und seinen Hass.

Von Martin Haldenmair

"Auf der sicheren Seite"

Ein Leben hinter Gittern, hohen Mauern und Wachtposten ist erstrebenswert. Zumindest in einigen Regionen und Städten der Welt mit hoher Kriminalitätsrate und steilem Gefälle zwischen Arm und Reich sind sogenannte "Gated Communities" die beste Gegend, in der man wohnen kann. Ständige Videoüberwachung, die in unseren Städten heiß diskutiert werden, gehören dort zum Alltag, ebenso wie ein fast dörfliches Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Dokumentation bietet einen seltenen Einblick in drei abgeschottete Gemeinden in Indien, Südafrika und den Vereinigten Staaten und zeigt sowohl ihre positiven als auch negativen Seiten.

Vor sechs Jahren recherchierte Regisseurim Corinna Wichmann erstmals über die Gated Communities, als der Begriff noch relativ unbekannt war. Heute hat sich die Zahl dieser Gemeinden stark erhöht und ihre Existenz ist fast selbstverständlich geworden.

Zum Trailer von "Auf der sicheren Seite".

"Baarìa"

Sizilien in den Dreißiger Jahren, schon damals ärmster Teil Italiens: Peppino (Francesco Scianna) wächst im Städtchen Baarìa als Sohn eines armen, klugen Bauern in einer Welt der politischen Extreme zwischen Faschismus, traditionellem Katholizismus und Kommunismus auf. Neben den großen gesellschaftlichen Problemen muss er mit Erfindungsgeist die fast noch größeren Probleme des täglichen Lebens meistern: von widerspenstigen Kühen bis zu rätselhaften Mädchen. Nach dem Krieg ist Mussolini zwar Geschichte, aber in Baarìa ändert sich nicht viel. Peppino will mit Mannina (Margareth Madè) eine Familie gründen, doch deren Eltern verbieten eine Heirat mit einem Linken. Mannina ist ebenfalls eine einfallsreiche Kämpfernatur und so gehen sie gemeinsam die Widrigkeiten an.

Drei Generationen porträtiert der Regisseur Giuseppe Tornatore ("Cinema Paradiso"): Seine eigene in Gestalt von Peppino, die vorhergehende in Gestalt von Peppinos Vater Cicco (Gaetano Aronica) und die nachfolgende in Gestalt seiner Kinder. Tornatore stammt selbst aus Sizilien, aus der Stadt mit dem sehr ähnlichen Namen Bagheria. Der Altmeister des italienischen Kinos geht in diesem etwas sperrigen Spätwerk mit seiner Heimat schwer ins Gericht und erklärt gleichzeitig seine Liebe zu ihr.

Zum Trailer von "Baarìa ".

"Sin Nombre"

Sayra (Paulina Gaitan) will aus Honduras in die Vereinigten Staaten. Illegal, heimlich, voller Angst und Hoffnung. Man hat ihr prophezeit, die Flucht werde ihr gelingen, doch nicht mit Gottes Hilfe, sondern an der Seite des Teufels. In Mexiko wird ihre Flüchtlingsgruppe von Mitgliedern der vielleicht gefährlichsten Gang der Welt überfallen, der Mara Salvatrucha. Wer dort Mitglied wird - meistens mit 12 Jahren - muss sich zunächst 13 Sekunden lang gnadenlos zusammenschlagen lassen und dann einen Feind töten. Von der MS13, wie sie auch heißt, hat man kein Mitgefühl zu erwarten. Doch gerade als einer der Mara Sayra vergewaltigen will, wird er von einem anderen Bandenmitglied namens Casper (Edgar Flores) getötet. Er schließt sich den Flüchtlingen an, von ihnen gemieden und von seinen früheren Kameraden verfolgt. Sayra nähert sich ihm an und erfährt seine Geschichte, die Gründe, warum er die Mara verlassen will. Als er die Flüchtlingsgruppe verlässt, folgt sie dem ehemaligen Teufel.

Die Geschichte über Liebe und Tod in Mittelamerika stammt von einem Mann mit mehreren Kulturen in seinem Namen: Cary Fukunaga, aufgewachsen in Kalifornien als Sohn eines Japaners und einer Schwedin studierte an der New Yorker Filmschule. Für die Geschichte über Gewalt, Liebe und Tod in Mittelamerika befragte er Polizisten in Honduras und sogar Mitglieder der MS13.

Zum Trailer von "Sin Nombre"

"Zu scharf um wahr zu sein"

Kirk (Jay Baruchel) ist für Frauen ein männlicher Pudel: lieb, kuschlig und nett zum Anschauen, aber keiner, mit dem eine Frau wirklich ins Bett gehen wollte. Das sagen ihm wenigstens seine besten Freunde. Er selbst glaubt auch, nicht gerade das größte Geschenk der Schöpfung an die Weiblichkeit zu sein und kann es deswegen nicht fassen, als er einen Hauptgewinn zieht: Die Traumfrau Molly (Alice Eve) verliebt sich in ihn. Während er sich nun Wege überlegt, für sie interessant zu bleiben, versuchen seine Freunde und seine Familie, die beiden auseinander zu bringen, um das - wie sie meinen - unvermeidbare Beziehungsdesaster zu verhindern.

Jay Baruches bisher größter Erfolg war an der Seite erfahrener Schauspielgrößen in "Tropic Thunder", wo er den einzig wirklich hingebungsvollen Schauspieler spielte. In "Zu scharf um wahr zu sein" spielt er erstmals die Hauptrolle als Komiker.

Zum Trailer von "Zu scharf um wahr zu sein"


Sehen Sie Szenen der aktuellen Filme in der Bildergalerie.

Was sonst noch läuft und was demnächst startet, sehen Sie in unserer Galerie der Filmtrailer
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