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Disney Alice im Wunderland

 

Filmstarts der Woche: Neu  ab  4.  März  2010

Action, Komödie oder Thriller: MAX Online präsentiert die aktuellen Kinohighlights. Ab 4. März geht es hinunter in den Kaninchenbau, in die irakische Wüste, durch amerikanische Kaschemmen und in blutige Schlachten.

Von Martin Haldenmair

"Alice im Wunderland"

19 Jahre ist Alice (Mia Wasikowska) alt geworden. Ihre Abenteuer im Wunderland sind nur mehr Stoff ihrer Träume. Die Realität hält auf einer steifen viktorianischen Gartenparty einen Heiratsantrag eines zum Gähnen langweiligen Lords bereit. Doch da sieht sie aus den Augenwinkeln wieder ein weißes Kaninchen mit Weste und Taschenuhr, findet auch bald dessen riesigen Kaninchenbau und fällt flugs hinunter in das "Unterland", wie das "Wunderland" eigentlich heißt. Dort stehen die Zeichen auf Sturm. Herzkönigin Helena Bonham Carter) und Herzbube tyrannisieren das Land, das Monster Jabberwocky ist los und ein Krieg mit der Weißen Königin droht. Der verrückte Hutmacher (Johnny Depp) wartet sehnsüchtig auf Alices Rückkehr, denn sie - so meint er - könne den Jabberwocky besiegen. Alice sei zwar nicht mehr die Alice von damals, aber doch in Teilen die richtige Alice.

Das Kinderbuch des spleenigen englischen Mathematikers Lewis Carroll (eigentlich Charles Lutwidge Dodgson) wurde schon über zwanzig Mal verfilmt, jedoch bisher mit eher gemischten Erfolg, zu sehr folgte der Film den Nonsens-Regeln der Vorlage. Tim Burton führt in der fiktiven Fortsetzung eine stringente Geschichte ein und gibt den Figuren mehr Hintergrundsgeschichte. Bei seiner Crew bleibt sich der Regisseur treu, lässt die Musik wie immer von Danny Elfman komponieren und findet auch für seine Muse Helena Bonham Carter (Bellatrix Lestrange aus den Harry-Potter-Filmen) eine Rolle: als herrschsüchtige, blutrünstige Herzkönigin mit überdimensional aufgeschwollenem Schädel.

Zum Trailer von "Alice im Wunderland"


"Crazy Heart"

Bad Blake (Jeff Bridges) hätte einmal ein großer Star werden können, aber irgendwie hat er den Sprung nicht geschafft. Nun tourt er mit seinen jahrzehntealten Nummer-1-Hits durch drittklassige Kaschemmen, wo er im Dunst von Rauch und Rausch sein Publikum kaum sehen kann. Er geht auf die 60 zu. Was soll so ein Mann einer Frau bieten, denkt er sich, als er Jean Craddock (Maggie Gyllenhaal) trifft. Die Journalistin und allein erziehende Mutter gibt eigentlich auch keinen müden Cent auf den abgehalfterten Countrysänger. Doch kommen die beiden nicht voneinander los. Im Grunde hat Blake keine Chance aufs Glück, aber er beschließt dennoch, sie zu nutzen.

Jeff Bridges spielt einfühlsam den ewigen Verlierer und hofft auf den großen Gewinn: Für "Crazy Heart" wurde er als bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert

Den Trailer, Filmausschnitte und ein Musikvideo zu "Crazy Heart" sehen Sie hier

"Henri 4"

Glaubenskrieg in Frankreich: Im 16. Jahrhundert wütet ein Bürgerkrieg, in dem der Klerus und verschiedene Fürsten-Dynastien munter mitmischen. Ein bisher nur kleiner Spieler der politischen Landkarte ist das Königreich Navarra mit König Henri (Julien Boisselier). Der Protestant will den Krieg beenden. Überraschend macht ihm die katholische Königin Frankreichs, Katharina de Medici (Hannelore Hoger), ein Angebot: Heiratet er ihre Tochter Margot (Armelle Deutsch), kann es zwischen beiden Gruppen wieder Frieden geben. Henri geht darauf ein, doch die erzwungene Hochzeit hat keine Zeit in eine unglückliche Ehe zu münden, denn die Feierlichkeiten verwandeln sich in ein Blutbad, bei dem Katharina die verhassten Andersgläubigen niedermetzeln lässt. Henri wird verschont, muss seinem Glauben abschwören, kehrt aber bei der nächsten Gelegenheit zu seinen Truppen zurück, um weiterzukämpfen.

Regisseur Jo Baier hat sich den Biografien komplexer Menschen verschrieben. Waren es mit Karl Valentin und Walter Sedlmeier bisher häufig regionale Helden, greift er nun die Geschichte des ersten Hugenotten-Königs Frankreichs auf, der trotz aller blutiger - im Film beeindruckend inszenierter - Schlachten im Grunde ein Humanist blieb.

Zum Trailer von "Henri 4"


"Männer, die auf Ziegen starren"

Die US-Armee beschäftigt ein streng geheimes Hippie-Korps. Dessen Soldaten verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz des Kämpfens, kommunizieren mit Mutter Erde und predigen Sanftmütigkeit. Wenn sie nicht gerade üben, Ziegen durch Anstarren zu töten. Das zumindest behauptet Lyn Cassaday (George Clooney), der sich selbst als Jedi-Ritter bezeichnet. Journalist Bob Wilton (Ewan McGregor) trifft Cassaday in Kuwait zur Zeit des Irakkrieges. Fasziniert folgt er dem seltsamen Mann tief in die irakische Wüste auf ein übernatürliches Abenteuer mitten im Krieg.

Unglaublich aber wahr: Die Amerikaner experimentierten tatsächlich eine Zeit lang mit dem Übernatürlichen und formten dafür das First Earth Batallion. Der Journalist Jon Ronson schrieb auf der Basis seiner Recherchen den fiktionalen Roman über die Ziegenanstarrer, der in ein Drehbuch umgearbeitet über Umwege in die Hände George Clooneys fiel. Der Star besitzt glücklicherweise ein eigenes Produktionsstudio und so konnte die verrückte Geschichte mit einem schönen Staraufgebot (unter Anderem Ewan McGregor; Jeff Bridges; Kevin Spacey und Robert Patrick)und viel Ironie verfilmt werden.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Männer, die auf Ziegen starren"


Sehen Sie Szenen der aktuellen Filme in der Bildergalerie.

Was sonst noch läuft und was demnächst startet, sehen Sie in unserer Galerie der Filmtrailer
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