Berlinale: Bravo!
Ausgezeichnet: Zum 60. gibt es für die Berlinale Star-Glamour im Überfluss und den ersten Stern auf dem multimedialen Walk of Fame.
Von Kerstin Kotlar
Zuerst einmal: Happy Birthday, Berlinale! Zum 60. Mal feiert die Hauptstadt das große Filmfest. Die Entwicklung bis zu diesem Jubiläum ist durchaus beachtlich. Werden die Festspiele doch inzwischen ganz selbstverständlich in einem Atemzug mit Cannes und Venedig genannt. Eine Grande Dame ist sie geworden. Und dabei haben große Diven der Filmszene entscheidend mit beigetragen. Ganz vorne steht hier selbstverständlich Sophia Loren, die auch mit 75 nichts von ihrem Glamour und ihrer Anmut verloren hat. Zu ihr gesellten sich in den Jahren Marlene Dietrich, Rita Hayworth, und viele mehr. Heute bringen Kate Winslet, Tilda Swinton, Penélope Cruz, Marion Cotillard, Diane Kruger und Renée Zellweger Hollywood-Flair an die Spree. Letztere sitzt dieses Jahr sogar in der siebenköpfigen Festivaljury.
Bärenjäger
Auf der Jagd nach dem Goldenen Bär für den besten Film des Festivals feiert Roman Polanskis neuer Thriller "Der Ghostwriter" seine Weltpremiere. Unter den 26 Wettbewerbsstreifen sind außerdem "Shutter Island" von Martin Scorsese, "Jud Süß" von Oskar Roehler mit Moritz Bleibtreu und Martina Gedeck, "Shekarchi (The Hunter)", eine deutsch-iranische Produktion von Rafi Pitts und "Na Putu (On the Path)" von Jasmila Zbanic. Im chinesischen Eröffnungsfilm "Tuan Yuan - Apart Together" erzählt Wang Quan´an von der Suche eines Mannes nach der Frau seines Lebens. Festivaldirektor Dieter Kosslick legt Wert auf eine breite Palette: "Der Wettbewerb zum 60. Geburtstag wird von einem Mix der Stile und Genres geprägt, von aufregenden Newcomern und renommierten Regisseuren."
Die prickelnde Mischung ist es, die Berlin zum 60. so einzigartig macht. Untrennbar von besagten Filmdiven sind selbstverständlich auch ihre männlichen Pendants. Da waren Federico Fellini, Gary Cooper, Billy Wilder, Cary Grant, Jean-Paul Belmondo. Ihre Nachfolge treten 2010 Leonardo DiCaprio, Pierce Brosnan, Keanu Reaves und Gérard Depardieu an. Eine Grande Dame will schließlich angemessen begleitet sein. Als besonderes Geschenk bekommt die Berlinale 2010 ihren eigenen Walk of Fame - in multimedialer Form. Den ersten Stern erhält Filmlegende Marlene Dietrich (1901 bis 1992). Gratulation!
Höhepunkte 2010:
12. Februar: Premiere von Roman Polanskis "Der Ghostwriter" mit Ewan McGregor
12. Februar: Vorführung des restaurierten, vollständigen Stummfilmklassikers "Metropolis" von Fritz Lang - Open-Air am Brandenburger Tor sowie zeitgleich im Berliner Friedrichstadtpalast und in der Alten Oper Frankfurt/Main. Im TV: Arte, 20.40 Uhr
13. Februar: Weltpremiere von Martin Scorseses "Shutter Island" - seiner vierten Zusammenarbeit mit Leonardo DiCaprio.
Die Star-Gratulanten sehen Sie in unserer Bildergalerie.
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Leser-Kommentare (1)
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