Berlinale: Hintergrund: Fotoshooting Berlinale
Die Berlinale ist der beliebteste deutsche Laufsteg für alle Schauspieler. Fotograf Hamish Brown hat 2007 15 ganz besondere Festivalgäste exklusiv für MAX vor die Kamera gebeten.
Von Annette Utermark
Nervenaufreibend war es eigentlich schon Wochen, bevor es richtig losging. "Es wird schwierig sein, einen eigenen Termin für Sie zu bekommen", antwortete die Münchener PR-Agentur auf die Anfrage, Diane Kruger exklusiv für MAX fotografieren zu lassen. Auch das amerikanische Management der in Los Angeles lebenden deutschen Schauspielerin schien wenig begeistert von der Idee. Jede Sekunde der blonden Schauspielerin sei während ihres Berlinale-Besuchs komplett verplant.
Erst als erwähnt wurde, dass der Londoner Starfotograf Hamish Brown ein Porträt von Madame Kruger machen wolle und dafür nicht mehr als sieben Minuten benötige, zeigte man ernstgemeintes Interesse. Ja, wir versuchen es, aber wir können nichts versprechen. Eine Zitterpartie bis zum letzten Moment. Doch als Diane Kruger dann im Raum stand und professionell in die Kamera lächelte, wirkte es, als wäre ihr kurzer Besuch eine Selbstverständlichkeit.
Wer während der Berlinale ein gutes Exklusiv-Porträt von einem Star machen möchte (die Rede ist nicht von Schnappschüssen vom roten Teppich oder bei Pressekonferenzterminen), der muss ein schneller, stressresistenter und sehr, sehr guter Fotograf sein. Einer wie Hamish Brown. Er hat schon etliche internationale Film-und Musikstars abgelichtet (darunter Robbie Williams. Nicole Kidman, Christian Slater, U2) und kennt durchaus auch nervenaufreibende Termine.
Aber so etwas wie die Berlinale hat selbst er noch nicht erlebt: "Ich habe fünf Kilo abgenommen, bin um Jahre gealtert und bekam in der ganzen Zeit wohl nicht mehr als sechs Stunden Schlaf", scherzt der 38-jährige Brite über den acht Tage währenden Auftrag. Brown ist es eigentlich gewohnt, dass die Stars mindestens ein paar Stunden mitbringen, wenn sie zu ihm ins Studio kommen. Bei der Berlinale war alles anders. Es fehlte an Zeit und Platz. Und dennoch sind großartige, persönliche Porträts entstanden, so als hätte Hamish Brown vorher mit jedem erst mal in Ruhe eine Tasse Tee getrunken.
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