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dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH Christian Beetz

 

Film: Brüder  Beetz:  Von  Deutschland  zum  Oscar  in  Los  Angeles

Berlin (dpa) - Zwei Deutsche machen sich große Hoffnungen auf den Oscar: Christian Beetz (44) und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Reinhardt (42).

Beide sind mit ihrer Firma gebrueder beetz filmproduktion an der amerikanisch-deutschen Koproduktion «Open Heart» beteiligt und bei der Verleihung des bedeutendsten Filmpreises in in Los Angeles im Wettbewerb. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit der US-Produktionsfirma Urban Landscapes. Der deutsch-französische Kultursender Arte wird voraussichtlich am 2. Mai um 23 Uhr eine 52-minütige Fassung des Dokumentarfilms zeigen - der Oscar-Jury lag eine 40-Minuten-Version vor.

Nach Los Angeles fährt allerdings nur der in Berlin lebende Geschäftsführer Christian Beetz, der Bruder hält bei sich zu Hause in Hamburg die Stellung. «Wir freuen uns über die Nominierung zum Oscar, die vor allem der Leistung des Regisseurs Kief Davidson zu verdanken ist, mit dem wir bereits den nächsten langen Dokumentarfilm für Arte planen», sagte Beetz der Nachrichtenagentur dpa vor seiner Abreise. «"Open Heart" führt in das Herz Afrikas und zeigt in bewegenden Bildern, dass es sich auch jenseits einer profitorientierten Gesellschaft lohnt, sich für Menschenleben einsetzen.»

Der amerikanische Regisseur Kief Davidson erzählt in dem Film die Geschichte von acht Kindern aus Ruanda, die sich auf eine überlebenswichtige Reise begeben. Ihr Ziel: Sie wollen das einzige Krankenhaus Afrikas erreichen, das auf höchsten medizinischen Standards kostenfrei Operationen am offenen Herzen durchführt. Sollte es in Hollywood nicht klappen, können die deutschen Filmemacher noch auf eine weitere renommierte Auszeichnungen hoffen: Ihre Serie «Lebt wohl Genossen» über den Untergang des Kommunismus ist Anwärter auf den Grimme Preis.

Eine ihrer wichtigsten aktuellen Produktionen wird im Mai auf Arte und im Südwest Fernsehen gezeigt: Die aufwendig produzierte TV-Dokumentation «Wagnerwahn» soll das Leben des Komponisten Richard Wagner als Kulturkrimi mit Spielfilmelementen und Comic-Animationen für ein breites Publikum erzählen. Einem jungen Publikum werde damit «auf anspruchsvolle Weise» Kulturgeschichte vermittelt, kündigt Christian Beetz an. Dabei kommen auch Spielszenen und comicähnliche Graphic-Novel-Elemente zum Einsatz. Zusätzlich zum TV-Format wird eine «Wagner-App» geben.

Die Dokumentation ist Teil der multimedialen Reihe «Die Kulturakte», die «Mysterien europäischer Kulturgeschichte» in zeitgemäßer Form auch für eine junge Zielgruppe aufbereiten möchte. Im Herbst wird als nächster Teil der Reihe die «Die Akte Beethoven» ausgestrahlt. Die Brüder Beetz verstehen sich mittlerweile weniger als Film- denn als Inhalteproduzenten, die ihr Publikum über alle möglichen Medien wie Internet, Game, Buch oder TV erreichen möchten. Internationale Koproduktionen und innovative Erzählweisen hätten aber schon immer im Fokus des Unternehmens gestanden, das im Jahr 2000 gegründet wurde.

Dafür hat die gebrueder beetz filmproduktion bereits zahlreiche Preise erhalten, darunter den Grimme Preis, den Prix Europa, den Cinema for Peace Award oder den Deutschen Filmpreis. Das «Jahrbuch Fernsehen» erklärte das Unternehmen 2012 zu einer der erfolgreichsten non-fiktionalen Produktionsfirmen in Deutschland.

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Leser-Kommentare (1)
susanne (05.10.12 - 13:40)
no good

sorry, aber der song ist einer der schlechtesten bond-songs überhaupt.

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