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dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH Denzel Washington

 

Film: Denzel  Washington  übers  Fliegen  und  Lügen 

Berlin (dpa) - Hollywood-Schauspieler Denzel Washington (58) hat schon Polizisten, Anwälte und den Offizier eines U-Boots dargestellt. Jetzt hebt der Filmstar zum ersten Mal als Pilot ab.

In «Flight» (Kinostart 24. Januar) ist eine fliegerische Glanzleistung zu sehen, die den Flugkapitän in den Augen der Öffentlichkeit zum Helden macht. Doch das Bild droht, zerstört zu werden: In der Uniform steckt ein Mann, der von Alkohol und Drogen abhängig ist. Im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa sprach Washington über Lügen und die dunklen Seiten, die in jedem stecken.

Viele Menschen sehen gerne Filme an, wenn sie im Flugzeug unterwegs sind. Ist es nicht schade, dass «Flight» nicht in vielen Bordunterhaltungssystemen enthalten sein wird?

Washington: «Man weiß ja nie, heutzutage liefern sie einem ja eine große Auswahl - und unser Film könnte eine gute Wahl sein.»

Für den Dreh haben Sie sich ja mit Flugzeugen und Piloten beschäftigt. Fühlen Sie sich jetzt sicherer oder unsicherer an Bord eines Flugzeugs?

Washington: «Ach, das hier ist ja eine ganz außergewöhnliche Geschichte. Ich denke, 99,9 Prozent der Piloten sind in Ordnung. Aber Abhängigkeit kommt überall vor, auch bei Journalisten oder Kameramännern, oder?»

Ist «Flight» ein Actionfilm über einen Flugzeugabsturz oder mehr ein Film über einen Mann, dessen Fassade aus Lügen einstürzt?

Washington: «Damit haben Sie Ihre eigene Frage schon fast beantwortet. Ich denke es ist beides, aber weniger ein Actionfilm. Die Sequenz mit dem Flugzeugabsturz bildet ja nur den Ausgangspunkt der ganzen Geschichte.»

Waren Sie schon einmal in der Situation, dass sie die Wahl hatten, einen Fehler zuzugeben oder so weiterzumachen und niemand hätte es bemerkt?

Washington: «Puh, das gab es sicher, aber konkret fällt mir nichts ein. Aber sicher ist das in der Kindheit vorgekommen. Als Kind erzählt man ja oft eine Lüge und Mama sagt dann: "Ok, Marsch ins Bett" und man ist dann erleichtert, damit durchgekommen zu sein. Aber ich hatte nie eine solch drastische Situation wie im Film.»

Wie schwierig war es für Sie, einen Alkoholiker zu spielen?

Washington: «Das Drehbuch war toll, ich habe wochenlang mit dem Autor geredet und gearbeitet. Er hatte früher Alkoholprobleme, ist aber seit Jahren nüchtern. Und wir alle kennen ja jemanden, der abhängig ist - oder wir selber sind es vielleicht. Die Sache ist mir also nicht fremd. Und ich bin Schauspieler - das ist mein Job!»

Aber zu schauspielern ist ja nicht gleichbedeutend mit lügen, oder?

Washington: «Haha, das denken Sie! Nun, es geht darum, eine Rolle zu interpretieren. Ich hatte den Vorteil, dass diese Rolle im Drehbuch sehr genau definiert war. Das lag daran, dass der Drehbuchautor wegen seiner persönlichen Erlebnisse sehr genau wusste, wovon er redete. Und wir haben dann alles ganz genau vorbereitet für den Dreh.»

Weiterführender Link:

«Flight»

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Leser-Kommentare (1)
susanne (05.10.12 - 13:40)
no good

sorry, aber der song ist einer der schlechtesten bond-songs überhaupt.

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