Sex-Studie: Im Schlafzimmer
Aufgedeckt: Männer in Deutschland hätten's gerne öfter oral. Weltweit ist das auch die zweithäufigste Variante des Horizontalsports. Die deutschen Frauen dagegen träumen von mehr sinnlichen Massagen.
Von Kerstin Kotlar
Schlüpfrige Erkenntnisse veröffentlichte ein großer Kondomhersteller im zweiten Teil der Studie "In the bedroom". Mehr als 26 000 Menschen in 26 Ländern ließen sich unter die Decke schauen. Purer Sex ist nicht alles. Um den Akt herum trägt sehr viel mehr zum sexuellen Wohlbefinden bei.
Da wäre natürlich das Vorspiel. Immer wieder ein heißer Diskussionspunkt. Die Deutschen nehmen sich durchschnittlich 18,5 Minuten Zeit - knapp eine Minute länger als für den folgenden Akt. Jeder Zweite weltweit ist mit der Dauer der vorangehenden Zärtlichkeiten zufrieden. Frauen schlüpfen dafür gern in sexy Dessous (52 Prozent). Am schnellsten zur Sache geht's in Hongkong: nach 11,8 Minuten. Und nach 27 Minuten ist der Spaß dann schon vorbei. Hierzulande sind es insgesamt immerhin 36 Minuten.
Männer in Deutschland hätten's gerne öfter oral. Das zählt, nach dem Vaginalsex, auch weltweit zur beliebtesten Variante des Horizontalsports. Die deutschen Frauen dagegen träumen von mehr sinnlichen Massagen. Überhaupt könnte das Vergnügen mit dem anderen Geschlecht ein wenig abwechslungsreicher sein - findet die Hälfte der Deutschen. Da könnten sie sich ein Beispiel an den Griechen nehmen: Sie gelten seit der ersten Studie sowieso als Sexweltmeister mit 164 Schäferstündchen im Jahr. Außerdem in Sachen Stellungswechsel ganz vorne: Durchschnittlich sechs verschiedene Praktiken nutzen die Liebenden im Land des Sirtaki. Aber die Deutschen sind mit 4,8 Varianten gar nicht so weit entfernt.
Sex nach Wunsch - weltweit bei 38 Prozent
Heiße Nächte warten in Mexiko und Nigeria. Abwechslungsreich genug finden ihr Sexleben dort 68 Prozent. Sie machen's so oft sie wollen. Fast. Dem stimmen jedenfalls mehr als die Hälfte zu: Nigeria 58 Prozent, Mexiko 56 Prozent. Bei den deutschen Matratzensportlern kommen nur vier von zehn oft genug zum Trainieren. Bei den Japanern darf nicht mal jeder Fünfte ran, wann er will (14 Prozent). Das liegt vielleicht auch daran, dass sie ihre sexuellen Wünsche selten mitteilen. Nur 21 Prozent können darüber mit ihrem Partner reden. Im Land des Tequila dagegen sind es 80 Prozent. Bei uns übt sich etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) im Sextalk. Wobei die Frauen (53 Prozent) schüchterner sind als die Männer (62 Prozent).
Damit's besser flutscht: Die Russen bringen sich bevorzugt mit Pornografie in Stimmung (71 Prozent) - in Deutschland liegt auf jedem dritten Nachtisch Gleitcreme. Für den Schutz vor ungewolltem Nachwuchs ist das Kondom weltweit die ungeschlagene Nummer eins. Allerdings meinen immer noch 16 Prozent mit dem Coitus Interruptus zu verhüten, mehr als mit der Pille (15 Prozent).
Die meisten vergnügen sich auch gerne mit sich selbst (83 Prozent). Auf die Spitze treiben es die Schweizer: 96 Prozent masturbieren gelegentlich. Doch auch der Deutsche ist nicht so prüde wie sein Ruf. Mit 92 Prozent an den Eidgenossen dicht dran. Sexspielzeug im Supermarkt? Das wünschen sich jedenfalls viele Deutsche für die Zukunft.
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Leser-Kommentare (5)
Des Deutschen Sexleben
Wir können aber auch ganz gut mithalten: http://www.derberater.de/lust-liebe/sex/sex-lexikon/sex-studie-das-sind-die-bettgeheimnisse-der-deutschen.htm






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