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"Toothing" ist in: Blind  Date  per  Bluetooth

Frühlingsgefühle und Sie sind immer noch allein? Das muss nicht sein. Der neueste Trend: Ihr Handy sucht den passenden Partner für Sie

Stellen Sie sich vor, die Sonne scheint. Sie sitzen in einem Café oder in der Straßenbahn. Um Sie herum Pärchen, Kinder, schöne und ältere Menschen. Irgendwo zwischen all diesen Personen sitzt Ihr Traumpartner – und Sie bekommen es gar nicht mit.

Über elf Millionen Singles in Deutschland suchen im Internet oder in einschlägigen Zeitschriften nach dem Glück ihres Lebens. Doch wenn sie sich einfach auf der Strasse begegnen, erkennen sie den potentiellen Partner gar nicht.

Kleine Dating-Programme wie Mobiluck, Serendipity, Flinxx, MateFinder, SymbianDater oder Phunkz und ein Bluetooth-Handy sollen das ändern. Die Idee: Das Handy fungiert als Partnerdetektor. Wie das geht? Ganz einfach. Sie speichern ihr eigenes Profil und das des gewünschten Partners in Ihr Bluetooth-Handy ein – fertig! Wer sich jetzt in einem Umkreis von 10 bis 50 Metern von Ihnen befindet, und das gleiche Programm laufen hat, wird automatisch auf "Kompatibilität" überprüft. Sollte es "funken" werden beide Nutzer informiert und erhalten Details über den Absender.

Das Ganze hat aber einen Haken: Zwar besitzt nahezu jeder ein Handy und fast jedes zweite Gerät ist heute mit Bluetooth ausgestattet. Doch leider sind die verschiedenen Programme untereinander noch nicht kompatibel. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass Ihr Traumpartner im selben Café sitzt und auch noch das gleiche Programm verwendet. Besserung ist derzeit nicht in Sicht: Die Anbieter streiten noch um einen gemeinsamen Standard.

Falls Sie es nicht auf den Partner fürs Leben abgesehen haben, können Sie es wie der als "Toothy Toothing" bekannt gewordene Jon M. halten. Der findige Engländer entdeckte auf der Suche nach schnellem Sex als erster die Möglichkeiten der Bluetooth-Technik. Er streifte durch Cafés, U-Bahnen und Busse und machte dort Jagd auf andere Bluetooth-Handys. Einmal geortet, versandte er Textbotschaften mit eindeutigem Inhalt per MMS oder SMS – mit Erfolg. In seinem Weblog zum so genannten "Toothing" schwärmt er von zahllosen erfolgreichen Beutezügen und aufregenden Blind Dates. Natürlich ist dieses Prinzip etwas willkürlich, originell ist es allemal.

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