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Web-Art: Achtung,  Kunst!

Lebendig, vielfältig, unendlich - wenn das Internet zum Kunst-Medium mutiert, sind Überraschungen garantiert.

Von Andrea Ege

Es gibt sie noch, jene Künstler, die sich das World Wide Web zu eigen machen und zum selbstreferentiellen Kunstobjekt erklären. Zwar hört man nicht mehr viel davon. Und doch schwelt die Webkunst in einer Art Subkultur weiter. Unzählige Seiten dümpeln still unter der Oberfläche des Webs vor sich hin und warten darauf, entdeckt zu werden - auch ohne die Klick-Pusher Google oder Youtube. Hier eine kleine Auswahl.

Fast schon ein Klassiker unter den Kunstprojekten im Netz ist die Site 99rooms.com. Der User spaziert durch die Räume einer verlassenen Fabrik. Malerei, Photografie, Animation und Sound gehen dabei fließend ineinander über und kreieren eine mystische Stimmung, die stets neue Überraschungen garantiert. Nicht ganz so ruhig, aber ebenfalls sehr sphärisch: Die Werke auf sweetgifs.com. Es sind Bilder, die sich wie durch Zauberhand stets aufs Neue verändern und zur Endlosschleife von sich selbst werden.

Ebenfalls endlos ist die Website unlimited.orange.co.uk. Fröhlich bunte Animationen entführen den User durch eine niemals enden wollende Zauberlandschaft, tiefer und tiefer und immer weiter hinein in die grenzenlose Welt der Interaktionen im Internet. Und, heißa, was gibt es da Lustiges zu sehen und zu tun. Schon nach kurzer Zeit fühlt sich der User wie Alice im Webwunderland.

Happy Horror

Beinahe so wie bei einem Ausflug in die ach so fröhlichen Kurzfilme von Lumen Eclipse (Beispiel hier). Was da so happy ankommt, wird ganz schnell zum Horror - hübsch bunt und mit fröhlicher Musik unterlegt. Die Verschmelzung aus Musik und Optik ist auch das Thema der Onlinebilder von Inga Schnekenburger (Beispiel: hier). Fotos, die ganz langsam und auf wundersame Weise zum Leben erweckt werden, sind unter anderem auf dieser Site zu sehen.

Nicht nur als Plattform, sondern als inhärentes Thema nutzt die Künstlerin Marie Sester das Internet. Mit ihrem Projekt "Access" setzt sie sich mit den modernen Mitteln zur Überwachung von Menschen auseinander. Dazu zeigt sie den Eingangsbereich des ZKM - Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe in einer Webcam. Der User kann eine einzelne Person auf der Webcam auswählen, und das was sie tut, weiter verfolgen - ohne dass diese Person auch nur das geringste davon merkt. Neugierig geworden? Dann hier entlang.

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