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Screenshot: MAX Shopping-Communitys

 

Shopping-Communitys: Exklusiver  Einkauf

Wer auf Marken-Schnäppchen steht, kann sich die Reise in die Pampa sparen. Outlets gibt es auch im Web. Doch dabei gilt: Du kommst hier nicht rein - es sei denn, du hast eine Einladung.

Von Andreas Buchmann

Shopping-Communitys sind anders als Amazon und die anderen Web-Warenhäuser. Das beginnt schon bei der Anmeldung. Wer hier rein will, muss jemanden kennen, der drin ist. Oder die Mitglieder entscheiden über die Aufnahme des Neulings. "Hier kannst du dich auf die Warteliste setzen und unsere Mitglieder entscheiden über deine Aufnahme", heißt es zum Beispiel bei Brands4Friends.

Beim Ausfüllen des Formulars reicht es nicht, einfach nur den Namen und eine E-Mail-Adresse einzugeben. Die Community verlangt auch eine Begründung, warum sie den potenziellen Shopper aufnehmen soll. Noch härter geht es bei zwei anderen großen Anbietern zur Sache: Bei Vente-Privée und Buyvip passiert ohne die E-Mail-Adresse eines Paten gar nichts.

Exklusivität pur

Das Ziel dieser ausführlichen Anmeldeprozedur ist eindeutig: "Die Anbieter wollen ein exklusives Umfeld schaffen und damit auch eine besondere Einkaufsatmosphäre", erläutert Start-up-Experte Matthias Storch vom Gründerportal förderland.de. Die Exklusivität zeigt sich auch bei Art und Umfang des Sortiments. Die meisten Produkte werden nur über einen beschränkten Zeitraum angeboten. Oft endet eine Aktion bereits nach ein bis drei Tagen.

Schnell kaufen

Beim Kauf ist Schnelligkeit gefragt. Die Zahl der Produkte ist begrenzt und verbreitete Größen sind meist fix vergriffen. Gut, dass die auserwählten Mitglieder vor dem Start neuer Aktionen eine Info per E-Mail erhalten. Die Geheimniskrämerei gehört zum Geschäftsmodell: "Die Markenhersteller wollen Konflikte mit dem Einzelhandel vermeiden", so Matthias Storch von förderland.de.

Die Produktpalette kann sich bei den meisten Anbietern sehen lassen. Häufig handelt es sich um Restposten renommierter Markenhersteller. Die Palette reicht von Dior-Sonnenbrillen bis zu Barbie-Puppen. Dabei sind Preisnachlässe bis maximal 70 Prozent drin.

Erfolgreiches Konzept

Die Mischung aus Sparen und Qualität kommt an. Europas Marktführer Vente-Privée hat für 2008 einen Gesamt-Umsatz von 510 Millionen Euro gemeldet. In Deutschland lag er bei 21 Millionen Euro, knapp hinter Brands4Friends mit 25 Millionen. Für dieses Jahr erwarten beide Anbieter satte Steigerungsraten - trotz Finanzkrise.

Einen Überblick über die Exklusiv-Shops im Web finden Sie in unserer Bildergalerie.

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Leser-Kommentare (1)
Sonnenstein (27.04.09 - 11:43)
Exklusivität ist unsympathisch und albern

Dieser exkl. Charakter ist total unsympathisch! Am Ende wird hier auch nur Markenmode der letzten Saison verramscht. Bei der Schnäppchenjagd bin ich lieber unabhängig von meinen "connections" und setze auf Live Shops. Ähnliches Prinzip, aber offen für alle! So bekomme ich bei www.fashionaire.de zB. Markenmode und bei www.preissau.de bekomme ich Markenware aller Art. Und auch immer zum Hammerpreis!

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