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Künstliche Intelligenz: Roboto-Sex

Es ist doch so: Der ideale Geschlechtspartner hat niemals Migräne, ist immer bereit und sollte keine anderen Zahnpasta-Zuschraub-Gewohnheiten haben, als man selbst. Also wie wäre es zum Beispiel mit einem Roboter?

Von Andrea Ege

Geht es um Sex, begnügen sich schon heute viele Männer (und einige Frauen) mit leblosen Puppen zur Befriedigung der Lust. Das geht besser, viel besser, meint David Levy. Der 62-jährige Experte für Künstliche Intelligenz, ist überzeugt, dass in naher Zukunft Sex mit Robotern alltäglich sein wird. In nur 40 Jahren, so schreibt er in seinem Buch "Love and sex with Robots. The Evolution of Human-Robot-Relationships", könnte diese Vision Wirklichkeit sein. Und dann werden die blechernen Männlein und Weiblein, so prophezeit er weiter, unserem Sexualleben einen Dreh geben, von dem wir noch nicht mal geträumt haben. "Schon jetzt entwickeln manche Menschen starke Gefühle für ihre künstlichen Haustiere", so sein Argument, "Wieso sollte es dann nicht möglich sein, dieselben Emotionen für künstliche Menschen zu hegen?"

Pedal-betriebene Masturbationsmaschine

Levy untermauert seine These mit zwei großen Säulen: Dem gewaltigen technischen Fortschritt auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz, der schon jetzt Roboter generiert, die sensibel auf ihre Umwelt reagieren und zahlreiche Fertigkeiten besitzen. Und mit dem menschlichen Hang zu technischen Hilfsmitteln, um das Liebesleben zu pimpen. So hätten zum Beispiel Leipziger Ingenieure 1926 eine Masturbationsmaschine gebaut, die durch Pedale angetrieben wurde.

Ethische Probleme

Geradezu ins Schwärmen gerät Levy, wenn er die amourösen Kapazitäten der Zukunftsroboter beschreibt. Sextechniken aus der ganzen Welt könnte man den chipgesteuerten Liebesgefährten einprogrammieren. Am besten gleich gekoppelt mit einem Lernmodus. Sämtliche Geschlechtsorgane wären ebenfalls nach Wunsch gestaltbar. Doch Levy warnt auch. Jenseits der pragmatischen Aspekte lauert die Ethik. Wäre es zum Beispiel unmoralisch, seinen blechernen Liebesfreund an Bekannte auszuleihen? Und was würde geschehen, wenn die Ehefrau den sexy Robo plötzlich dem eigenen Gatten vorzieht?

So oder so - noch sind die heißen Nächte mit den Blechmännern und -frauen Zukunftsvision. Was sich aktuell in der Weiterentwicklung der Robotertechnik tut, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

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