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Ubisoft Rayman Origins

 

Rayman Origins: Kein  Kinderspiel

Von Max Zierer

Unser Titelheld hat keine Arme und Beine. Das finden Sie grausam? Keine Sorge, denn wir befinden uns nicht in einem Psychodrama über Landminenopfer, sondern in Raymans neuestem Abenteuer. Dessen Füße und Hände sind absolut intakt und schweben ohne Extremitäten um den zylinderförmigen Körper herum. Seit 1995 jumpt and runt sich die Kreatur mittlerweile durch psychedelisch anmutende Fantasiewelten und jagt harmlosen Monstern und Super-Mario-Stammkunden hinterher.

Back to the roots

"Rayman Origins" heißt die neueste Episode aus der Feder des französischen Spielentwicklers Michel Ancel. Wie der Name schon sagt kehrt Rayman mit dieser Ausgabe zu seinen Anfängen zurück. Denn allen 3D-Trends zum Trotz hüpfen und rennen Rayman und seine Kollegen in "Origins" wieder von links nach rechts durch die Levels, genau wie vor 15 Jahren. Das Spielprinzip hat sich seitdem nicht geändert: Der Spieler sammelt Punkte und Münzen ein, schaltet Gegner per Kopfsprung und Schleuderfaust aus und nutzt Raymans blonde Haare als Propeller, um sanft dem Boden entgegenzuschweben. Bemerkenswert ist die Liebe zum Detail, die Ancels Team in die Spielwelt gesteckt hat. Der Spieler trifft auf bunte Monster die sich kein LSD-Trip besser ausdenken könnte. Die Gegner pusten, gickern und glibbern durch die Levels, dass es eine wahre Freude ist. Auch Raymans Freunde machen Laune, vor allem das Dickerchen Globox, offenbar ein entfernter Verwandter des Krümelmonsters, das sich mit Pumbaa, dem Warzenschwein aus "Der König der Löwen" gepaart hat.

Der Schwierigkeitsgrad ist hoch

Doch das comichafte Äußere des Spiels trügt. Die Levels werden schnell anspruchsvoll und der unbedarfte Gelegenheitsspieler verzweifelt spätestens am 57. Versuch, den richtigen Zeitpunkt zum Absprung über den piksenden Stachelfisch zu finden. Kleine Zwischenspiele sorgen aber für gelungene Abwechslung. Da setzt sich Rayman schon mal auf den Rücken einer übergroßen Mücke und erledigt die Gegnerhorden fliegend in bester Shoot-em-Up-Manier. Atari lässt herzlich grüßen.

Liebe zum Detail

Ob im Jahr 2011 klassische 2D-Jump'n'Run-Spiele noch zeitgemäß sind, sei dahingestellt. Ubisoft beweist jedoch mit Rayman Origins, dass man mit dem nötigen Fokus auf Details auch abseits des Genre-Mainstreams sehr unterhaltsame Videospiele programmieren kann. Wer das Genre mag, wird Rayman Origins lieben. Für alle anderen ist es einfach ein glänzend produziertes Spiel für zwischendurch, ohne dabei in Punkto Langzeitmotivation Bäume auszureißen.

Sehen Sie mehr von Raymans quietschebunter Welt in unserer Bildergalerie und im Trailer zum Spiel "Rayman Origins".

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